Freitag, 27. Februar 2015

Tänzelnde Leichtigkeit

Das Bilder-Pinpong von Ghislana und Lucia geht in die zweite Runde. Auch diesmal hatte ich unmittelbar nach dem Anschauen des bereitgestellten Fotos eine spontane Bildidee. 

Hier ist das Original:





Und hier das, was ich darin sehe:
 


Es hat wieder viel Spaß gemacht und ich freu mich schon auf die neue Aufgabe im März!

Unverschlüsselt. Eine Rezension


Nach einem sehr leseintensiven 1. Halbjahr 2014, in dem ich Bücher nur so verschlungen habe, und der intensiven Lese- und Schreibphase meiner Bachelorarbeit im letzten Sommer war mir lange Zeit gar nicht mehr nach Lesen zumute. Ein Buch nach dem anderen lieh ich mir in der Bibliothek aus und brachte es vier Wochen später ungelesen zurück. Auch hatten mich im vergangenen Jahr mehrere Bücher derart gefesselt, dass ich von den Geschichten einerseits gesättigt war und zweitens keine Themen auffindbar waren, die mich ähnlich reizen konnten.
Dann aber hörte ich von einem Buch, in dem es um eine nahe Zukunftsvision unserer digitalen Welt gehen sollte - und das reizte mich dann doch. Ich überlegte schon, mir das Buch zu kaufen, als es im Rezensionsportal Blogg dein Buch angeboten wurde. Ich erhielt den Zuschlag und durfte Unverschlüsselt aus dem E-Book-Verlag dotbooks probelesen.

Zum Inhalt:

In nicht allzu ferner Zukunft, im Jahre 2052 nämlich, ist das Leben in einigen Bereichen völlig verschieden von dem, das wir jetzt gerade führen. Allerdings fliegen die Menschen nicht, wie in der SciFi-Literatur sehr beliebt, in protonenbetriebenen Raumgleitern durch gigantische Wolkenkratzerszenarien oder ernähren sich per Tablette. Sie leben wir wir - und doch ganz anders. Alles ist mit allem, jeder mit jedem virtuell verknüpft. Die Straßenlaternen melden, welches Smartphone gerade an ihnen vorbeigetragen wurden, der riesige Flachbildschirm bietet rund um die Uhr ein nutzerangepasstes Informations- und Unterhaltungsprogramm und der Kühlschrank bestellt selbstverständlich völlig automatisch Milch, Butter und Bier nach. Alle teilen alles, alle verdienen dabei und die so zukunftsangstbesetzte Diskussion um Datenschutz und Urheberrecht ist längst überwunden. Natürlich hat diese unglaublich bequeme und fast schon sorglose digitale Revolution auch ihre Schattenseiten - und der Faktor Mensch ruiniert wie eh und je auch noch die schönste Idylle. Denn, wie sagte schon Berthold Brecht so treffend: "Alle guten Ideen scheitern an den Leuten". Wie wahr.

Mein Eindruck:

Das in diesem Buch von Albrecht Mangler entworfene Szenario wirkt sehr glaubhaft, es könnte wirklich die direkte Folge der aktuellen Entwicklung sein. Allerdings schafft es der Autor, viel größer und freier zu denken, als es im Moment bei den Musikkonzernen und Datenschutzrechtlern der Fall ist. Als Kind der heutigen Zeit mit ihren Kino-Raubkopier-Gefängnis-Spots, GEMA-gesperrten Youtube-Videos und Kopierschutztechnologien, die tlw. sogar das Abspielen gekaufter CDs verhindern, hatte ich anfangs etwas Mühe, Manglers Ideen zu folgen. Einige, wie z.B. die Tattoo-Downloads und den 3-D-Druck nicht gegenständlicher Dinge, konnte ich gar nicht nachvollziehen, denn mit einem Download bzw. einer App ist es ja dabei  nicht getan, oder? Auch fällt mir die Vorstellung schwer, jeder könnte an jedem geteilten Inhalt verdienen. Wäre das ein kleines Zubrot oder gar ein Verdienst, der zum Lebensunterhalt reicht? das wird nicht näher erläutert.
Witzig für unsere Generation wird es, als Manglers Protagonisten beginnen, für ein Filmprojekt über die "10er Jahre", also genau unsere Zeit heute, zu recherchieren. Alles, was wir heute als völlig selbstverständlich kennen, entdecken sie erst und amüsieren sich nicht selten über unsere Rückschrittlichkeit und Zukunftsangst. Die Sorgen um unsere Daten, das Führen von Einkaufslisten, Flyer nur mit Bildern und Texten statt mit eingebetteten Videos - darüber können sie nur schmunzeln. Leider kenne ich von der Musik, die sie angeblich authentisch aus der heutigen Zeit besorgen und in ihrem Film verwenden, keine einzige Band. So kann ich nicht einschätzen, ob sie ausgedacht oder aber Underground- oder Szene-Gruppen sind. Allen bekannte aktuelle Radiomusik zu verwenden, wäre in meinen Augen lustiger gewesen.
Dennoch ist Manglers Szenario im Ganzen gut nachvollziehbar und gibt gleichzeitig zu denken, in welche Richtung wir uns entwickeln wollen. Denn die Bequemlichkeit hat ganz klar auch ihre Nachteile und ersetzt Individualität und Freiheit durch Dauerüberwachung und Konformität.
Besonders hervorheben möchte ich noch das Ende des Romans, das völlig unerwartet und sehr cool daherkommt!
Trotz einiger kleinerer Schwachstellen ist das Buch durchaus empfehlenswert und kurzweilig.


Donnerstag, 26. Februar 2015

Und gewonnen hat...




Hier hatte ich eine schöne Landzeitschrift und süße Aufkleber verlost. Vielen Dank fürs Mitmachen und eure Prüfungsgeschichten! Von der Meisterprüfung über Diakoniestudium, staatliche Anerkennung, Promotion über Kunstfotografie, evangelische Jugendarbeit in der DDR, Übersetzerdiplom, Matheexamen, eine Zahnbehandlung vermutlich ängstlicher Patienten bis hin zur Hausarbeit über Reinhard Mey war das Spektrum sehr bunt. Wow! Ich hoffe, nichts davon hat bleibende Schäden durch fiese Prüfer oder unerwartete Prüfungsfragen hinterlassen*lach*.

Ihr habt euch also alle einen Gewinn redlich verdient - trotzdem kann nur eine gewinnen. Und das ist diesmal


Herzlichen Glückwunsch!

Schick mir doch bitte mittels meiner im Profil hinterlegten Mailadresse deine Adresse, dann kann das Päckchen zu dir wandern.


Euch allen einen schönen, sonnigen, wenn auch bitterkalten Tag und bis zum nächsten Mal!


Dienstag, 24. Februar 2015

Winter am Thüringer Rennsteig

Das Valentinstagswochenende haben mein Mann und ich spontan in Thüringen verbracht.Als die Kinder am Freitag mit den Großeltern in den Skiurlaub gefahren sind, wollte ich das Wochenende gern nicht zu Hause verbringen. Ein bisschen Blättern im Atlas, eine kleinen  Umfrage unter Freunden bei Facebook, ein paar Klicks auf der interaktiven Deutschlandkarte der Deutschen Bahn mit Lesertipps - dann stand unser Ziel fest: Der Rennsteig sollte es sein. Nicht zu weit weg, mit Schnee und interessanter Landschaft. Abends kurz vor Ladenschluss noch fix ein kleines Auto gemietet und per Internet ein nettes Hotel gesucht und gebucht (gar nicht so einfach mitten in den Winterferien) und am nächsten Morgen ging es ziemlich früh los. 


Nach 2,5 h Fahrt brachten wir unser Gepäck aufs Zimmer des schönen Berg- und Jagdhotels Gabelbach und stiefelten sofort los zu unserer ersten Wanderung.
Es ging auf den Ilmenauer Hausberg Kickelhahn, an dem auch unser Hotel lag. Bei strahlend blauem Himmel und richtig warmem Sonnenschein wanderten wir das kurze Stück hoch zum Gipfel. Es ging vorbei an einer historischen Jagdanlage mit nachgebautem Jagdschirm, dem Jagdhaus Gabelbach, heute Museum, und Goethes Berghütte, auf der er Wandrers Nachtlied schrieb.

Oben angekommen, setzten wir uns erstmal in die Sonne und genossen Wetter & Aussicht. Dann erklommen wir noch den Aussichtsturm und schauten in die Ferne (wie ich euch hier ja schon erzählt habe).

Nachbau eines Jagdschirmes

Sonnenstrahlen auf Holz, in der Apfelschorle gebündelt

Danach ging es wieder bergab ins beschauliche Städtchen Ilmenau, aber dazu ein andermal.

Montag, 23. Februar 2015

Alltagsfreuden

Montag = Freutag. Auch heute wieder. Lauter schöne "Großig-" und Kleinigkeiten zwischendurch und mittendrin:

* Ein romantisches Valentinstagswochenende mit dem Lieblingsmann trotz seiner chronischen Urlaubsunlust (Bericht folgt noch).

* Dieses schöne, witzige und doch so wahre Lied über Elternschaft.

* Nach der Abgabe aller Studienarbeiten habe ich nun wieder etwas mehr Zeit und nehme deshalb zum ersten Mal an Michaelas Mail-Art-Frühlingsaktion und am Blumenwichteln von Funkelfaden teil.

Farbenspiele bei der Lesung des Kinderbuchautoren Andreas Steinhöfel

Viel wunderbare Kultur gab es für mich in der letzten Woche: Eine grandiose Hamlet-Aufführung mit viel Live-Musik der Band Woods of Birnam, die herrlich amüsante Steinhöfel-Lesung seines neuen Buches "Anders" und das sehr gelungene erste Wunschkonzert des Schauspielhaus-Ensembles unter dem Titel "Mit 17 hat man noch Träume - Lieder meiner Jugend". Im Theater kann ich so gut abschalten wie nirgends sonst und mich einfach nur mit Haut und Haar auf das Bühnengeschehen konzentrieren .

Frühling drinnen und draußen mit witzigen Spontan-Basteleien der Kinder

Kleine handgestrickte Mütze auf dem leckeren Smoothie - und sie passt meinem Püppchen perfekt!

Pfannkuchenbacken mit dem kleinen Schulkind - hmmmm!

Der Lieblingsmann schnippelt verschiedenstes Wurzelgemüse fürs Mittagessen und das kleine Schulkind malt mit den Möhren- und Rote-Bete-Schalen ein Bild (das dann zum Flieger wird).
Das große Schulkind ist eine richtige Leseratte und hat dabei einen angenehm breit gefächerten Geschmack.
Das kleine Schulkind bastelt mir ein Windlicht: Mit Herzchen. Und Pünktchen. Weil ich das doch so mag *hachz*.

Wir besuchen für ein Schulprojekt ein kleines Denkmal in der Nähe und ziehen ihm kurzerhand was an :-)

Das große Schulkind hat sich was überlegt: Aus Lego und allen im Haushalt befindlichen Linsen (aus alten Becherlupen, einem kaputten Fernglas etc.) baut er ein Mikroskop. Der Objektträger ist lichtdurchlässig und wird von unten von der Schreibtischlampe angestrahlt. Darauf liegt ein verwelktes Tulpenblütenblatt und zeigt seine faszinierende Struktur. Ich bin begeistert!

(Kleine Anekdote dazu: Ich stehe in der Küche, er kommt zu mir und fragt mich, ob er ein paar Linsen haben könnte. Zwei oder drei würden reichen. Ich frage irritiert mehrmals nach, weil mir die Anzahl doch etwas gering erscheint. Als er darauf besteht, öffne ich den Küchenschrank und reiche ihm das Glas mit den getrockneten Linsen. Daraufhin schaut er mich völlig entgeistert an, was ich zunächst gar nicht verstehe. Erst, als er mir erklärt, was er vorhat, verstehe ich, welche Art Linsen er meinte!)


Donnerstag, 19. Februar 2015

E wie...

Jeden Monat geht es bei Sonja um einen anderen Buchstaben, den ihre Leserinnen mit Leben füllen können. Von Anfang an verfolge ich bei Lotta diese schöne Aktion, die die mir sehr nahen Bereiche Buchstaben/Schrift & Bilder vereint. Bisher habe ich es aber noch nicht geschafft, selbst einmal daran teilzunehmen. Dabei sprudeln meine Ideen bei Vorlagen dieser Art immer schier unendlich.
Im Februar ist bereits das "E" an der Reihe - und ich erstmals mit von der Partie. Ich zeige euch heute also lauter Dinge, die ich sehr mag und die mit diesem 5. Buchstaben unseres Alphabets beginnen:



V.l.o.n.r.u.:


* Elegante Kleider, ob nun an mir oder an Puppen
* Englisch
* Eis!
* Eis, auch sehr gern in Zapfenform
* Enya & Eros Ramazotti
* Erdbeeren in jedem Wachstumsstadium
* Elfen & Feen, z.B. dieses niedliche Exemplar hier, das mir mein Großer vor vielen Jahren geschenkt hat, weil wir doch ausschließlich "Jungs-Lego/Playmo" haben :-)
* Ernten
* die Elbe
* unsere Ehe, unsere Eheringe & natürlich meinen lieben Ehemann
* Emoticons



Mittwoch, 18. Februar 2015

Fix & fertig & Gewinn

Das ist sie also, die wirklich allerallerletzte Hausarbeit meines Studiums der Bildung und Erziehung in der Kindheit! Heute fertig geschrieben, ausgedruckt und abgegeben. Das war's nun also. Jetzt warte ich nur noch auf mein Zeugnis.

Weil ich ja nun wieder etwas mehr Zeit habe, gönnte ich mir gleich nach der Abgabe eine kleine Belohnung im Buchladen.

Und damit ihr euch auch freuen könnt, verlose ich eine Kleinigkeit: Die aktuelle "Mein schönes Landhaus" mit vielen schönen Frühlingsideen und diese süßen Aufkleber für Selbstgemachtes, die ich heute beim Einkaufen entdeckt habe und die mir direkt ins Körbchen gehüpft sind. Schreibt mir einfach bis Sonntag Abend, 24 Uhr, einen Kommentar. Wer möchte, kann mir gern noch verraten, welches die Thema die letzte Prüfungsleistung hatte, die ihr abgelegt habt, ob das nun 10 Monate oder 10 Jahre her ist.

Dienstag, 17. Februar 2015

Ein Buch ganz für mich allein

Bücher sind etwas Tolles! Ganz besonders schön ist es, wenn sie einen direkt ansprechen, zu Herzen gehen und man das Gefühl hat, sie wären nur für einen selbst geschrieben. Das kann man nur noch toppen, indem man tatsächlich ein Buch ganz für sich allein gestaltet. Und genau damit habe ich letzte Woche angefangen.

Dieses Buch ist MEIN Buch. Alles, was darin geschrieben steht und gemalt und eingeklebt wurde, gehört mir, bekam ich geschenkt, mag ich sehr, ist mir wichtig. Es soll allerdings nicht nur einfach ein Sammelalbum mit schönen Postkarten oder Eintrittskarten sein, sondern ein Mut-mach-Buch für dunkle Tage. Manchmal muss ich mich nämlich selbst an all das Schöne in meinem Leben erinnern und es mir vor Augen halten, weil ich es nicht immer sehen kann. Dabei soll mir dieses Büchlein nun helfen.
Vorn auf dem interessant geprägten Buchdeckel klebt eine wunderschöne Postkarte der besten Freundin und das schöne Krönchenband, ein Weihnachtsgeschenk meiner lieben Freundin Julia. Die erste Seite habe ich für eine Geburtstagskarte meiner Grundschulfreundin Jana reserviert, die mich sehr gerührt hat.

Dazu kamen ein Flyer einer ganz wunderbaren Ausstellung, eine Karte mit einem schlauen und sehr wahren Spruch, den ich mir mehr annehmen sollte, und eine Einladung meiner ehemaligen Kolleginnen zur Weihnachtsfeier im Kindergarten (die deshalb etwas Besonderes ist, weil ich dort nur Praktikantin war und trotzdem mitfeiern durfte).

Sommerfreuden mit meiner Abi-Freundin Jana auf meiner schönen Patchworkdecke und noch mehr liebe Post...

...eine Geburtsanzeige von Schweizer Freunden und ein Prüfungsplan der mündlichen Prüfungen inkl. Traumnote...

... Tee tut mir immer gut...

...Zärtlichkeiten auch...

...und noch mehr Post, viele Karten davon mit Liebe selbstgemacht...

...ausgeschnittene Lieblingscartoons, in denen ich mich immer sehr wiederfinde...



...eine noch zu ergänzende Liste mit Dingen, die ich sehr mag (ein Bild meiner Kinder klebt da natürlich auch, das zeig ich hier nur nicht)

...endlich einen guten Ort für meine jeden Herbst wieder leidenschaftlich gesammelten bunten Blätter gefunden...

... Zettelchen mit Mathe-Erklärungen des Lieblingsmannes, der mir seit der 10. Klasse in Mathe und Physik sehr hilfreich zur Seite stand...


...das süße Gummibärchengeschenk des kleinen Schulkinds für mich...

...eine kleine Auswahl der Eintrittskarten fantastischer Stücke & Künstler...

...und eins meiner absoluten Lieblinsglieder seit Jugendzeiten, das ich auch selbst sehr gern singe: "Downtown" von Petula Clark. Meine Klasse war damals sehr begeistert, als ich es vorgetragen habe. Eine schöne Erinnerung. Erst recht, weil das hier genau die Kopie der Noten ist, von der ich es damals gelernt habe und die mir erst vor wenigen Tagen zufällig wieder in die Hände gefallen ist.

Mal sehen, was im Laufe der Zeit noch seinen Platz in diesem "Glückstagebuch" findet, das ein weiteres Bausteinchen in meinem ICH-Projekt (s. Labels) sein soll! Ich freu mich jedenfalls darauf und darüber und schicke diesen Post gleich zum Creadienstag.

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