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Montag, 20. Februar 2017

Ab in die Sonne!

Seit dem Jahreswechsel ist es in Dresden kalt, sehr kalt. Bis zu -15°C hatten wir, dazu Schnee ohne Ende. Das weiße Zeug von oben mag ich ja sehr, aber irgendwann brauch ich dann auch mal wieder Sonne und Wärme. Und deshalb hieß es fürmeinen Mann und mich letzte Woche: Ab in den Süden! Und zwar richtig. 

Nach zwei Stunden Fahrt nach Berlin und nochmal 5 Flugstunden landeten wir mitten im Sommer: Auf der kanarischen Insel La Palma erwarteten uns über 20 Grad und strahlender Sonnenschein, Strand und Meer, außerdem Palmen, Kakteen und üppig blühende Blumen überall.

Auch, wenn 20 Grad nicht so heiß klingen - Luft und Wasser waren so warm, dass man wunderbar den Tag am Strand verbringen und in den Wellen toben und schwimmen konnte.

Lange hielt es uns dennoch nicht am Strand, denn die kleine Insel hat noch so viel mehr zu bieten: Vulkane, 2500 Meter hohe Gipfel, üppig grüne Lorbeerwälder mit Pflanzen und Tieren, die es nur dort gibt, tropische Obst- und Gemüseplantagen, herausfordernde Mountainbikestrecken und und und.
Deshalb hieß es für uns gleich am zweiten Tag: Ab auf den Berg. Allerdings getrennt: Während der Mann sich auf den Sattel schwang und voll gefedert die Hänge runter brauste, genoss ich die Aussicht von oben über die herrliche Landschaft.

Diesen Aussichtspunkt ziert die Statue eines Hirten, der um seinen Stab springt. Damit wollte er der Legende nach seiner Liebsten seine Gefühle gestehen. Leider stürzte er dabei hier ab...


Selbst jetzt, da bei uns tiefster Winter herrscht, blühen dort Mandelbäume und Bougainvillaen, Wandelröschen und Kamille, Glockenblumen und Strelitzien - im Übrigen die Symbolblume der Insel - und vieles mehr. Herrlich!

Doch nicht nur die Natur ist farbenfroh, auch die Architektur. Das ist allerdings recht neu, denn bis in die 80er Jahre waren sämtliche Häuser weiß gestrichen.
 
Jetzt sind hauptsächlich die kleinen Dorfkirchen weiß, bis auf ihre hölzernen Balkone und die großen dunklen Feld- und Lavasteine.  

Ein paar Tiere gibt es auch auf der Insel, aber keine Sorge: das gefährlichste ist ein 10 cm großer Tausendfüßler.


Die Aussicht ist an jeder Stelle wieder atemberaubend!

In dem kleinen Ort La Tosca bei Barlovento im Norden steht ein ganzer Hain der hier so typischen Drachenbäume, einige davon schon 300 Jahre alt.

 Aber die für mich mit Abstand faszinierendste Pflanze war....
 
...die Banane!!!

Sie ist die Nationalfrucht La Palmas und wächst auf riesigen Plantagen überall auf der Insel. Ich hätte nie geglaubt, einmal selbst auf einer Bananenplantage zu stehen!

Bei einer Führung erfuhr ich viel über diese krumme gelbe Frucht, die in meiner Kindheit in der DDR so begehrt wie selten war und die heute für uns so selbstverständlich wie ein Apfel oder eine Gurke ist. 

Absolut faszinierend: die Entwicklung einer Bananenstaude.

Zuerst sind all die winzig kleinen grünen Bananen von den lilafarbenen Blättern bedeckt und erinnern eher an grüne Bohnen. Vorn an jeder Minibanane sieht man die Reste der vertrockneten Blüten. Stück für Stück rollen sich die Blätter auf und geben jeweils eine sogenannte "Hand" voll Bananen frei. Wie ihr seht, wachsen die Früchte in diesem Stadium noch in alle Richtungen. Aber kaum halten die Blätter das Sonnenlicht nicht mehr fern, wenden sie sich der Sonne zu - und erhalten so ihre typische krumme Form.

Normalerweise werden die Bananen grün geerntet, aber ganz selten sieht man doch mal ein paar gewohnt gelbe Früchte an der Staude hängen.



Samstag, 18. Juni 2016

Sommerblüten & Eiskristalle

Auch diese Woche habe ich wieder einen schönen Strauß für Helgas blumigen Freitag. Wie fast immer steht er in der Küche, denn dort halte ich mich von allen Zimmern am meisten auf und habe dementsprechend am meisten von meinen Blümchen. Gepflückt habe ich sie direkt auf unserem Hof, denn den hat der Hausmeister anscheinend zu mähen vergessen. Während normalerweise auf raspelkurzen Rasen und exakt gestutzten Buchs Wert gelegt wird, blüht derzeit eine herrlich wilde Wiese. Mich freut's und ich denke mit einem weinenden Auge an den nächsten Montag, an dem das bestimmt ein Ende hat.

Meine wilde "Errungenschaft" steht in einer neuen Vase. Vergangene Woche war ich mit meinen Schülern auf Exkursion im herrlichen Schloss & Park Pillnitz. Dort entdeckte ich - obschon bereits mehrfach dort gewesen - zum ersten Mal ein Geschäft, das ausgesuchte Töpferwaren aus ganz Deutschland anbietet. Sofort war ich ganz begeistert von der besonderen Glasur der Müritzkeramik, die ich noch nie zuvor gesehen hatte.

Die Oberfläche der getöpferten Stücke erinnert an schimmerndes Glas, Kristalle und Eisblumen am Fenster. Jedes Stück ist ein absolutes Unikat und selbst für die Keramikkünstler Ute und Markus Böhm nach eigenen Angaben bei jedem Ausräumen des Ofens eine Überraschung.

Neben der kleinen Vase für mich habe ich noch einen Teller und eine große Teetasse für einen lieben, hier nicht mitlesenden ;-) Menschen zum Geburtstag erworben. Auf dem Geschirr sieht man den Kristalleffekt der Glasur ganz besonders gut.

Ich finde die Stücke wunderschön und könnte mir sehr gut vorstellen, ein ganzes Teeservice davon zu sammeln...


Sonntag, 3. April 2016

Himmlisches Griechenland

Dieses Jahr haben wir Ostern ganz weit weg von Schokoladenhasen und Mistwetter verbracht - nämlich in Griechenland. Nach ein paar Tagen voller Großstadttrubel bei Freunden  in Athen sind wir noch einmal acht Stunden mit der Fähre auf die Trauminsel Santorini gefahren. Bei Temperaturen um die 20 °C im Schatten und strahlendem Sonnenschein spazierten wir unter einem knallblauen Himmel durch postkartenschöne blau-weiße Dörfer, freuten uns über Blumen und Blüten überall und genossen das Leben in Tavernen und Strandcafés und beim Baden in der Ägäis.
 
Mimosen! Zitronen! Margeriten! Feigen!

In kleinen Häfen tummeln sich bunte Fischerboote...
... und auf den Balkonen trocknet Wäsche im Frühsommerwind.
  
Im Städtchen Oia wartet hinter jeder Hausecke ein neuer, atemberaubender Ausblick.


Ihr müsste jetzt ganz tapfer sein: Griechenland ist einfach so wunderbar fotogen, dass es in nächster Zeit hier noch eine Menge Bilder zu sehen geben wird :-)

Verlinkt bei In heaven

Freitag, 4. März 2016

Frühlingsblumenrausch

Nach dem überraschenden und wunderschönen Wintereinbruch am Wochenanfang endete diese erste Märzwoche herrlich frühlingshaft. Es wird spürbar früher hell und später dunkel, die zwitschern Vögel um die Wetter und in den Parks und Gärten sprießen Schneeglöckchen, Narzissen, Krokusse, Winterlinge, Märzenbecher. Sogar die ersten blühenden Bäume und Sträucher habe ich schon gesehen. Den derzeit üppigsten Frühlingsblütengenuss bietet jedoch die Floristik-Ausstellung Frühling im Palais im Großen Garten. Alle zwei Jahre verzaubern Gärtner und Floristen das altehrwürdige Haus mit einem wahren Blütenrausch. Farben, Formen und Düfte sind unglaublich intensiv und bilden einen wunderbaren Kontrast zu bröckelndem Mauerwerk und antiken Statuen. Dafür hat sich auch das lange Anstehen gelohnt (eine ganze Stunde!).

Wer nun Lust bekommen hat, sich Deutschlands bedeutendste Frühlingsblumenausstellung auch selbst einmal anzusehen, der hat noch bis Sonntag Gelegenheit dazu. Die Blumenschau ist täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, 19 Uhr ist der letzte Einlass.

Verlinkt (und dabei diesmal mit fremden Federn geschmückt, da die traumhaften Blumenkreationen natürlich nicht von mir stammen *lach*) bei Holunderblütchens Friday-Flowerday.


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