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Dienstag, 20. Oktober 2015

Kunterbunte Filzerei

An einem schönen Oktoberwochenende traf ich mich mal wieder mit meiner Freundin Nicole und sieben anderen filzbegeisterten Frauen im idyllischen Hetzdorf. Auf dem dortigen Hof Kornrade fand unter fachkundiger und sympathischer Anleitung von Edeltraud Kleiner ein Filzkurs mit dem Thema "Filzen für die Schule" statt.

Nach einer kleinen Einführungsrunde schnappten wir uns Wassersprüher, Seife und Märchenwolle und legten los.

Als erstes entstand ein Lesezeichen, das bei mir so aussah. Hier wurde das Filzen einer Kugel und einer kleinen Fläche geübt.

Dann filzten wir eine größere Fläche. Meine hielt ich ausnahmsweise ganz in Weiß. Ich stand noch ganz unter dem Eindruck der frühmorgendlichen Fahrt bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunktüber die Dörfer. Die raureifbedeckten Wiesen und nebelschwadendampfenden Felder inspirierten mich zu meiner weißen "Winterlandschaft".

Edeltraud Kleiner zeigte uns anschließend das Buchbinden, denn aus unserer großen Fläche sollte am Schluss des Tages ein schöner Bucheinband für unsere Kursunterlagen werden. 
Nach dem Mittagessen auf dem sonnigen Hof ging es mit einem kleinen Tier weiter. Zur Wahl standen Fisch und Vogel, ich hab mich für das Wassertierchen entschieden. Der Körper wurde um eine Rohfilzschablone herum gefilzt. 

Als der Kurs sich schon dem Ende neigte, arbeitete ich noch schnell eine Spinne für mein spinnenbegeistertes großes Schulkind.

Nach dem Einschlagen und Binden sah mein Buch so aus.

 
Und hier noch einmal alle Ergebnisse des schönen Tages vereint.

Ich kann die Filzkurse auf dem Hof Kornrade und insbesondere die bei Edeltraud Kleiner nur empfehlen: Schöne Atmosphäre und Räumlichkeiten, kompetente Anleiter und Anleiterinnen, sympathische Mitfilzerinnen, hofeigene Schafzucht und Wolle und ein sehr, sehr umfangreiches Angebot verschiedenster Wolle, Vliese und Locken garantieren inspirierende Stunden und wunderbare Ergebnisse.

Verlinkt beim Creadienstag.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

3. Türchen: Filzkugeln für den Baum

Sowohl online als auch offline sind mir schon mehrfach Kugeln aus Filz begegnet, die ich besonders schön fand. Raffiniert in der Optik und doch ganz einfach zu machen, so mag ich das! :-)
Ich habe beim Werkeln ein paar Bilder gemacht und möchte euch heute zeigen, wie man diese Kugeln herstellt. 

Ich braucht:

* dünnen Filz (Reste reichen vollkommen aus)
* Schnur oder Faden oder Garn zum Aufhängen
* Heißleim oder Bastelkleber (mit Heißleim geht's einfach schneller und ihr erspart euch Warte- und Festhaltezeiten)

Und so geht's:

*Schneidet (oder plottet, wenn ihr könnt) elf gleich große Kreise aus dem Filz (Bild 1). Der Durchmesser der einzelnen Filzkreise entspricht dem Durchmesser der fertigen Kugel. Ich verwende als Schablone gern Teller, Tassen oder Gläser in der entsprechenden Größe.
Ich habe gleich den Filz für mehrere Kugeln auf einmal zugeschnitten und stapelweise mit Stecknadeln sortiert(Bild 2).

* Legt nun den ersten Filzkreis flach vor euch hin und bringt die verknotete Aufhängung mit etwas Leim in der Mitte des Kreises an (Bild 3).

* Faltet nun den zweiten Filzkreis zweimal, so dass er nur noch ein Viertel seiner ursprünglichen Größe hat (Bild 4).

* Betupft das Filzviertel an der Spitze mit etwas Leim und klebt es auf den Filzkreis (Bild 5).

* Klebt auf diese Weise nacheinander vier gefaltete Filzviertel flach auf den Kreis.Der Kreis sieht dann aus wie eine geviertelte Pizza.

* Dreht den Filzkreis um und klebt auf der anderen Seite ebenfalls gleichmäßig vier Filzviertel auf.

* Jetzt habt ihr noch zwei Filzkreise übrig. Faltet sie ebenfalls zu Vierteln und klebt jedes Viertel in Richtung Spitze etwas in sich zusammen. Nun gebt ihr Leim in die Mitte der vier Viertel auf dem Filzkreis (dort, wo sich die Spitzen der Viertel treffen) und klebt das vorletzte Filzviertel senkrecht auf (Bild 6). Ebenso verfahrt ihr mit dem letzten Viertel auf der anderen Seite der Kugel.

* Leim kurz abkühlen lassen, Filz zurechtzupfen, aufhängen, freuen!

* Die weiße Kugel habe ich anschließend in etwas Glitter gewälzt. Durch die raue Oberfläche des Filzes bleibt der Glitter auch ohne Leim hängen. Wer einen stärkeren Glitzereffekt wünscht, bestreicht die Kanten der Kugel vorher dünn mit etwas Bastelkleber.

* Witzig sehen auch mehrfarbige Kugeln aus. Ich habe bspw. eine in allen Regenbogenfarben gefertigt.

* Viele Kugeln auf einer langen Schnur ergeben eine hübsche Kette.

* Die Kugeln sind perfekt für die unteren Etagen des Weihnachtsbaumes, wenn man kleine Kinder oder Tiere hat, die gern mit dem Baumschmuck spielen. Es kann ja nix zerbrechen.




Dienstag, 4. November 2014

Eine Puppe filzen

Das vergangene Wochenende habe ich nicht zu Hause in der Stadt, sondern ganz idyllisch auf dem Land verbracht. Inmitten von Wiesen, Feldern, Schafen und einer Gruppe sehr netter Frauen habe ich aus Wolle, Wasser und Seife mit meinen eigenen Händen etwas ganz Wunderbares geschaffen: eine Puppe.

Am Samstag ziemlich früh am Morgen machte ich mich mit dem Überlandbus auf nach Hetzdorf zum Hof Kornrade. Auf halber Strecke traf ich mich mit Nicole, die direkt aus dem Harz kam, und gemeinsam fuhren wir zu unserem ersten gemeinsamen Filzkurs.

Bei herrlichem Sonnenschein lag der Hof sehr idyllisch da, wild berankt von bunt leuchtenden Blumen. In einem Teil der Scheune warteten bereits die anderen 7 Teilnehmerinnen und die Kursleiterin, Edeltraut Kleiner, auf uns. Wir tranken noch gemeinsam einen Tee und dann ging's los.
Wir banden Rohwolle zu Strängen, teilten aus einem weiteren Strang Kopf und Körper ab, legten Arm- und Beinstränge ein, machten Kopf und Oberkörper noch einmal dicker und umwickelten alles fest mit Garn. 
Dann wurde die Hautschicht aus hautfarbener Wolle nass um das Grundgerüst gefilzt und gewalkt. Dabei formten wir bereits kleine Daumen, die wir an den Handflächen anfilzten, und verdickten Fersen und Po durch extra aufgelegte Wollpäckchen.

Die Falten vor dem Walken lassen den Po sehr realistisch aussehen ;-)

Als der Körper komplett fest umhüllt war, folgte das Schwierigste - das Gesicht. Zuerst formten wir nach einer sehr ausgeklügelten Methode wunderschöne Lippen, deren Farben wir zuvor individuell gemischt hatten. Die Nase wurde einzeln geformt und nass aufs Gesicht gefilzt, ebenso etwas dickere Wangen und Wangenrot. Die Augen wurden Schicht für Schicht aufgenadelt: Zuerst das Augenweiß, dann die farbige Iris, dann die Pupille, der Lichtreflex im Auge, die Umrandung und schließlich die Augenbrauen. Anschließend wurde alles noch einmal nass überfilzt, gewalkt und überbrüht.

Während die meisten Puppen (hier im Kurs wie auch in den Geschäften) meist nur anhand von Haaren und Kleidung als Mädchen oder Junge zu identifizieren sind, war mir eine Ausgestaltung auch dieser Merkmale wichtig. Das ist beim Filzen fast schon eine erotische Angelegenheit ;-)

Nach dem Gesicht waren die Haare an der Reihe. Ich hatte lange keine Vorstellung, wie meine Puppe einmal aussehen oder was sie darstellen soll. Aber nach einem Blick auf die vielen wunderschön gefärbten Päckchen mit den Wensleydale-Löckchen war klar: Meine Puppe bekommt regenbogenfarbene Locken!

Zwischendurch machten wir uns Notizen, aßen in der Herbstsonne auf dem Hof unser mitgebrachtes Mittagessen und bewunderten die gigantische Wolllieferung.

Nach dem Walken und Schleudern (in so einer herrlich altmodischen, runden DDR-Schleuder) sah mein Puppenkind etwas zerknautscht aus. 

Am Ende des ersten Kurstages saßen acht nackte Puppenkinder zum Trocknen auf der Heizung und warteten auf den nächsten Tag (und endlich etwas Kleidung).

Am Sonntag arbeiteten wir an der Kleidung für unsere Puppen. Es entstanden Hemdchen, Kleider, Latzhosen, Hüte und Capes, auch ein kleines Täschchen, eine Stola, ein Gürtel und natürlich viele Paar kleine Schuhe und Stiefelchen wurden gefilzt.

Das Kleid war ziemlich aufwändig, weil jede Blüte und jeder Halm einzeln gelegt und tlw. aus Vorfilz gefertigt und geschnitten wurden. Dafür mag ich den "unsauberen" Abschluss besonders gern, er passt so gut zum natürlichen Thema des Kleides.
Auf unserer "Sonnenbank" im Hof legte ich letzte Hand an die Kleidung und bestickte sie teilweise, dann ging es zum Fotoshooting.

Klar, dass es neben den Einzelfotos auch ein Gruppenbild der liebreizenden Damen und Herren geben musste. Leider fehlt auf diesen Bildern eine Puppe, weil eine Teilnehmerin am Sonntag nicht kommen konnte und ihr Püppchen daher zu Hause vollenden muss.

Ist es nicht unglaublich, wie schön und individuell sie alle geworden sind? Für uns alle war es das erste Mal, dass wir eine Puppe gefilzt haben! Und am Ende hat jede so ein kleines Wunderwerk mit nach Hause genommen.
Sehr interessant ist auch, wie viele der Puppen ihrer Schöpferin ähneln - äußerlich oder auch charakterlich und vor allem, ohne dass eine von uns das beabsichtigt hat. Ich habe in meine Puppe all meine fröhlichen, fantasievollen Anteile hinein gelegt, Nicoles dunkelhaariges Rotkäppchen ähnelt ihr selbst sehr (wie ich finde) und die wild gelockte Puppe im beerenfarbenen Kleid trägt exakt die gleichen Farben wie ihre Puppenmutti an dem Tag (auf dem Bild fehlt noch das moosgrüne Cape).

Mein kleines Schulkind meinte abends: "Und nächstes Mal komme ich mit und dann mache ich einen kleinen Jungen mit einem kleinen Penis dran!" :-)

Es war ein sehr schönes Wochenende mit ganz lieben Menschen und wundervollen Erlebnissen! Jetzt habe ich wieder richtig große Lust aufs Filzen! Mal sehen, ob ich für Weihnachten etwas anfertige, ich hab da eine tolle Inspiration vom Hof mitgebracht...

Und damit steht mein Beitrag zum Creadienstag.

Samstag, 18. Januar 2014

Verfilzt nochmal!

Gestern fand wieder unser monatliches Nähbloggerinnentreffen statt. Diesmal ging es allerdings nicht ums Nähen, sondern um eine andere Textiltechnik: Filzen.
Ich hatte mir aus einem meiner Lieblingsfilzbücher Mein Filz-Design ein Windlicht ausgesucht. Das wollte ich schon immer mal machen. Allerdings klang die Anleitung leichter, als es dann tatsächlich war. Zuerst reichte meine weiße Märchenwolle nicht, so dass ich noch eine zweite Farbe hinzunehmen musste. Dann hatte ich nicht dick genug ausgelegt und es entstanden Löcher, die geflickt werden mussten. Schließlich entpuppte sich meine Schablone als zu unförmig und ich bekam die überstehenden "Ecken nicht weg". Erst das beherzte Eingreifen unserer Gastgeberin und Filzmeisterin Malou brachte meine Windlichthülle wieder in Form, so dass ich sie letztendlich doch noch am Glas anpassen und zuschneiden konnte. Dass der eingefilzte Fliegenpilz nun am Boden des Glases und damit gar nicht zu sehen ist, war da nur noch ein kleiner Wermuthstropfen.
Allerdings soll mein Windlicht nicht so "nackt" bleiben, sondern noch etwas mit Perlen und Stickereien verziert werden. Ich habe mich nur noch nicht für ein Design entschieden. Bis dahin macht es aber auch so schlicht eine gute Figur in usnerem Wohnzimmer, finde ich. 
(Übrigens ist es größer, als es hier wirkt, darin steckt nämlich ein großes Einkochglas.)

Und weil ich nicht allein beim Treffen war, sondern mein kleines Schulkind mit hatte, gibt es noch ein zweites Filzwerk zu bewundern: ein Fröschlein, entstanden aus einer zweifarbig gefilzten und nach dem Trocknen aufgeschnittenen Kugel mit aufgeklebten Wackelaugen:



Es war auf jeden Fall wieder ein schöner und auch kulinarisch sehr feiner Abend mit den netten Dresdner Nähmädels von Malou, Himmelblau & Sommerbunt, Schau'n wir mal, Saxony Girl, Amberlight Label, Anneblog und Kääriäinen. Auch die Wohnung der Gastgeberin hat mich nachhaltig beeindruckt mit ihren vielen faszinierenden Reisebildern, Grünpflanzen, dem Webstuhl, dem Spinnrad und vielem mehr.

Heute war dann ein bis auf Saubermachen, Hausuafgaben, Kochen und Backen relativ fauler Tag. Muss auch mal sein :-)

Liebe Grüße & noch ein schönes Wochenende!

Regina

Freitag, 26. Oktober 2012

Erste kleine, feine Weihnachtsvorbereitungen

Ui, ich glaube, so früh war ich noch nie dran! Aber wenn doch Amberlight so eine nette Aktion mit dem Museum für Sächsische Volkskunst plant, möchte ich gern dabei sein.
Und das ist er, mein etwas modernerer, winterweißer kleiner Weihnachtsbaum für den großen Museumsweihnachtsbaum:

Besonders mag ich ja den kleinen Stern auf der Baumspitze!

Und als ich so da saß und nähte, stach ich mich in den Finger und drei Tropfen Blut fielen in den Schnee...  kamen meine Jungs und wollten auch ein Bäumchen nähen. Der Kleine wählte seines traditionell in Grün und schmückte es über und über mit roten und blauen Perlen Christbaumkugeln. Der Große entschied sich für eine weiße und eine grüne Seite, der Baumschmuck fehlt noch, deshalb gibt es erst ein Bild vom vollendeten Werk.

Hier und ganz oben also der Baum des jüngsten Prinzen im Königinnenreich:



Damit wünsche ich euch ein schönes, erholsames Wochenende! Meins wird ganz besonders, aber davon erzähle ich euch ein andermal!


Montag, 9. April 2012

Schöne Ostern!

Schöne Ostern hatten wir! Vier Tage lang haben wir mit Großeltern, Eltern, Kindern und Geschwistern im schönen Spreewald verbracht und gemeinsam gekocht, gegessen, geplaudert, Bootstouren gemacht, überall den Frühling entdeckt, sorbische Osterbräuche kennen gelernt und vieles mehr. Unser Ferienhaus war noch schöner, als wir es uns von den Bildern im Internet vorgestellt haben, und vor allem war es so niegelnagelneu, dass wir die allerersten Gäste waren! Noch niemand hatte vor uns das Geschirr benutzt, noch keiner vor uns in den bequemen Betten geschlafen, das war ein sehr angenehmes Gefühl!

Hier ein paar Eindrücke von unseren Ostertagen am Rande des Örtchens Burg:






Unser Ferienhaus




Meine Kinder beim Verzieren von ausgeblasenen Eiern mit Wachstechnik

Ein kleineres Osterfeuer am frühen Abend für die Kinder

Ausbeute nach dem Ostereiersuchen

Spreewaldkähne sieht man hier nicht nur zu Wasser, sondern auch als Blumenkübel, Deko oder Sitzgelegenheit


Der Gurkenradweg

Osterstrauß mit den umfilzten Eiern meiner Jungs

Das Kinderzimmer

Lustige Steinfische irgendwo in einem Garten


Einen guten Start in die (zum Glück etwas kürzere) neue Woche wünsche ich euch!
Für mich wird es nach zwei Wochen Praktikum die erste Vorlesungswoche mit lauter neuen Fächern. Ich bin gespannt! Nächste Woche geht es dann wieder im Kindergarten weiter: Zwei Wochen Kita, eine Woche Uni, zwei Wochen Kita und immer so weiter, bis zum Juli.

Liebe Grüße!

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