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Sonntag, 11. September 2011

9/11 und kein Ende...

Ja, es ist schlimm, was heute vor zehn Jahren in Amerika passiert ist.
Ja, jeder der 3000 Toten ist einer zu viel.
Ja, es ist eine Tragödie für jede einzelne betroffene Familie.
Nicht weniger. Aber auch nicht mehr!
Es ist kein Grund, in Panik zu verfallen.
Es ist kein Grund, im Namen des (angeblichen) Antiterrorkampfes die Menschenrechte zu vergessen (Guantanamo!) und die demokratischen Freiheitsrechte massiv zu beschneiden.
Und es ist kein Grund, ein riesiges Medienspektakel zum 10. Jahrestag zu inszenieren!
Ganz ehrlich: Ich kann es nicht mehr hören und sehen! Seit Tagen gibt es kaum noch ein anders Thema! Dabei gibt es sehr wohl noch viel anderes Leid auf der Welt, unermesslich größeres zumal!
Im somalischen Bürgerkrieg sind z.B. bisher mehr als 2 Millionen Menschen umgekommen, im Kongo sind es seit 1998 über fünf Millionen! Bei dem schweren Erdbeben in Haiti im Januar 2010 starben 300.000 Menschen, 10.000 waren es bei Tsunami und Erdbeben vor sechs Monaten in Japan (alle Zahlen: Unicef). Jeder einzelne dieser Toten war ebenfalls ein Mensch, ein Opfer, ein Unschuldiger. Aber scheinbar sind Amerikaner besonders wertvoll und ihr Tod schlimmer als andere. Schließlich gibt es für all die anderen keine solche Aufmerksamkeit, keine Initiativen und Gesetze, die sie in Zukunft vor vergleichbarem Leid schützen würden, keine gigantischen Trauer-und-Erinnerungs-Shows. Zumal all das niemandem hilft und erst recht niemanden wieder lebendig macht.
Der 9/11-Hype hat mich bereits 2001 gestört, weil ich den Aufschrei nicht verstehen konnte. Die USA entwickeln und exportieren Waffen im großen Stil und setzen sie auch oft und gern auf der ganzen Welt ein. Wie viele Menschen sie dabei töten, ist ihnen scheinbar egal. Aber wehe, es trifft sie selber, dann ist das Geschrei groß. Haben sie denn wirklich geglaubt, es gäbe "saubere Kriege", bei denen sie nur aus der Luft tödliche Geschosse abwerfen könnten, ohne sich dabei die Hände schmutzig zu machen? Und ohne dass es den anderen irgendwann mal zu viel wird mit diesem Einmischen und diesem Aufführen als selbsternannte Weltpolizei? Die Hoffnung, dass die Amerikaner seitdem etwas umsichtiger in der Welt agieren und nicht gleich alles zusammenschießen, was ihnen nicht in den Kram passt, hat sich leider schnell zerschlagen, wie man aktuell sehen kann. Sie führen nach wie vor zig Kriege, testen ihre neuesten Waffenentwicklungen, brechen Menschen- und Völkerrechte - und halten sich dabei immer noch für eine demokratische Friedensmacht. Und alle machen mit.
Da kann ich nur aus vollstem Herzen Herbert Grönemeyer zustimmen: "Ach Amerika, prügel dich, wenn du dich unbedingt prügeln musst, in deinem eignen Land! Oder schießt euch gemeinsam auf den Mond. Prügelt euch dort oben, der ist unbewohnt!"

Samstag, 9. Januar 2010

Aller Anfang ist schwer

Als ich vorgestern bei einem leckeren Latte Macchiato mit meinem geliebten Triple-Choc-Cookie bei McDonalds saß und in den neuerdings angebotenen Zeitschriften blätterte, fiel mir ein Artikel in der "Freundin" besonders ins Auge: DETOX nannte sich das Programm, das in normalem Deutsch auch Fasten, Heilfasten oder auch Entgiften und Entschlacken genannt wird. Dabei geht es ja nicht in erster Linie um Gewichtsreduzierung, sondern um den Abbau von angelagerten Giftstoffen im Körper. Die beschriebenen Vorteile sprachen mich sehr an: weniger Müdigkeit, bessere Laune, ein fitteres Allgemeingefühl. Ich steckte meinen Cookie schweren Herzens in die Tasche, schenkte ihn zuhause meinen Kindern und beschloss, hier und heute meine Ernährung umzustellen. Eine komplette Woche nur Obst, Gemüse und Tee halte ich zwar für mich für nicht umsetzbar, weil ich dann spätestens abends wahnsinnigen Heißhunger bekomme. Aber meinen Einstiegstag vorgestern habe ich genau so gestaltet und sehr gut durchgehalten. Ich habe mir zwischendurch die Zähne geputzt, weil ich weiß, das dadurch mein Appetit deutlich nachlässt. Heute habe ich dann auch wieder Brot und hauchdünn Honig, Marmelade und fettarme Wurst gegessen, aber sehr darauf geachtet, die Mengen zu verringern. Bisher konnte ich nämlich locker 3 oder vier Brötchen zum Frühstück essen, einfach so, weil ich das essen an sich so gemütlich finde. Das hat sich allerdings nie so richtig mit unseren Familienessenszeiten vertragen, weil ich nach so einem Frühstück frühestens nachmittags wieder Hunger habe, es aber immer halb eins schon wieder Mittagessen gab. Auch achte ich sehr darauf, ganz langsam zu essen und ganz lange zu kauen. Bisher war ich eher jemand, der in kurzer Zeit möglichst viel isst und vieles auch hinunter schlingt. Und in mein seit Monaten ebenso teuer bezahltes wie ungenutztes Fitnessstudio will ich ab Montag auch wieder gehen. Mal sehen, wie lange ich das durchhalte. Neulich habe ich mal gelesen, dass das Gehirn schon für winzige Veränderungen in unseren Gewohnheiten mehrere Wochen braucht. Für größere Umstellungen muss man also ziemlich viel Geduld mitbringen. Eine Gabe, die ich nicht gerade im Übermaß besitze. Aber es motiviert mich, dass ich genau das schon einmal geschafft habe, nämlich nach der Schwangerschaft mit meinem Großen.
Drückt mir die Daumen, dass mir an meinem 30. im Juli einige meiner Lieblingskleider wieder passen!
Start: 1,76 m, 90 kg, Gr. 44-46
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