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Samstag, 22. August 2015

Wasser in allen Farben

Über dem Wasser sind Wolkenspiele und Sonnenuntergänge gleich noch einmal so schön, das durfte ich auch letzte Woche beim Zelten in Brandenburg wieder erleben. 

Der Himmel trägt noch das strahlende Blau des Tages, der fast wolkenlos und voller Sonnenschein war.

Die untergehende Sonne taucht den Horizont in die herrlichsten Farben...

... die sich ganz wunderbar auf der glatten Wasseroberfläche des Peetzsees spiegeln.

Als die Sonne ganz hinter den Bäumen versunken ist, hinterlässt sie einen zartrosa Schleier am Himmel. Wir sitzen noch lange am See, bis es zu kühl dafür ist und wir den Weg zu unserem Zelt mehr ertasten als sehen können.

Aber auch die Tage waren sehr schön und malerisch: Wir glitten mit unserem Kanu durch schmale und sehr schmale Flüsse und Kanäle, begegneten keiner Menschenseele, dafür aber Hunderten von Libellen, vielen Enten und sogar einem Graureiher und einer Blindschleiche, duckten uns unter ins Wasser gestürzten Bäumen durch, blieben im flachen Wasser stecken und kamen geradeso ohne Aussteigen aus dem Boot wieder frei, genossen die Ruhe, das Licht, das Wasser, die Natur, die Zeit zu zweit.

Wir fanden kleine, versteckte Anlegemöglichkeiten...

... und bewunderten die Spiegelungen der Uferbäume im Wasser.

Unser "fahrschwimmbarer Untersatz" für zwei Tage.

Als neben dem Kanal ein kleiner Teich voller Seerosen auftauchte, zwängten wir uns unter der winzigen Brücke durch und drehten eine Runde zwischen den weißen und gelben Blüten.

Suchspiel: Zähle die Enten, die es sich auf und unter und um diese Wurzeln und Äste herum gemütlich gemacht haben :-)

Blau-weiß-gestreifter Zufall: Die Sonnenschirme und mein Oberteil :-)

An dieser Stelle war es so eng, dass unsere Paddel im Schilf steckten. Der Grund (neben der geringen Breite des Seitenarmes): Vor uns hatte sich ein wütender Schwan aufgebaut, den wir erst einmal zur Ruhe kommen lassen wollten, bevor es weiterging.





Es waren sehr schöne, naturverbundene und erholsame Tage auf einem sehr ruhigen Campingplatz in einer kaum touristisch erschlossenen Gegend, auch, wenn ich wohl nie ein großer Fan von Zelt, Schlafsack & Co werde :-)


Verlinkt bei In Heaven

Montag, 17. August 2015

Meine Woche

Nach einer spannenden Woche mit vielen Menschen in einem Boot hielten die vergangenen Tage nun das genaue Gegenteil für uns bereit: Mit nur einem anderen Menschen, nämlich meinem Mann, teilte ich Zelt und Kanu und auch die Zeltplatzwiese und die Flüsse und Seen hatten wir fast für uns. 

Das Paddeln war bei den hohen Temperaturen der vergangenen Woche genau das Richtige: Die Seeoberfläche strahlte Kühle ab und das unweigerliche Nasswerden durch die Paddel kam uns sehr gelegen. Wenn es uns doch zu warm wurde, legten wir irgendwo an und schwammen eine Runde.

Mein Boot, mein Haus usw. *ggg*

Fundstück aus dem Möllensee, noch voller Muscheln

Viele, viele Libellen bei der Paarung

Goldener Sonnenstrahlenabendhimmel

Und weil ich nach so viel Natur und Einsamkeit und Nicht-Komfort noch etwas Abwechslung brauchte, verbrachte ich im Anschluss einige Tage in der Hauptstadt:

Neben Café-Hopping und Einkaufsbummel verbrachte ich meine Zeit dort auch mit Subkultur & Kartenschreiben.


Wieder zu Hause, lockte das Stadtfest. Das bot jedoch nicht nur die Highlights wie das herrliche Riesenrad, sondern auch einige Kuriositäten wie diese Mülltonnenmöbel...
 
... und ein schön geschmücktes Fahrrad:

 
Die neue Woche ist auch gleichzeitig die letzte Ferienwoche (*schnüff*) und für den Beginn des neuen Schuljahres gibt es noch so Einiges zu organisieren. Vor allem fürs kleine Schulkind wird es spannend, da es ja die Schule wechselt. Da sind noch viele Telefonate und Formalitäten zu erledigen, Ranzen & Federmappe zu putzen und neu zu bestücken und und und. Aber erst einmal genießen wir noch die Ferien!

Freitag, 14. August 2015

12 von 12 in Berlin

Als meine Schulfreundin Jana und ich feststellten, dass wir zur gleichen Zeit kinderfreie Ferientage haben würden, war der Plan schnell klar: Zum ersten Mal besuche ich sie allein in Berlin! Deshalb stammen meine zwölf Bilder vom 12. August auch aus der Hauptstadt:

Mein Tag begann mit einem späten und irre guten französischen Frühstück im Spreegold, wo ich angesichts der fantastischen Speisekarte versucht war, auch noch den kompletten restlichen Tag zu verbringen :-)

Weiter ging es zu einem sehr schrägen Schmuckladen, der bei meinem letzten Berlinbesuch leider geschlossen hatte und deshalb ganz oben auf meiner Liste stand. Die dort erworbene Nähmaschinenohrringe zeige ich euch ein andermal.

Beim Bummeln durch die Hackeschen Höfe, die mich immer sehr an die Dresdner Kunsthofpassagen erinnern, entdeckte ich in einem Jeansladen diese ausgefallenen Umkleidekabinenvorhänge...

...und suchte nach neuen Perspektiven auf bekannte Motive.

Unter den zahlreichen Graffitis mochte ich dieses hier inhaltlich und stilistisch besonders gern.

In einem teils sehr nerdigen Merchandising-Store erwarb ich etwas für den Geburtstag des großen Schulkindes, das ab der kommenden Woche ein echter Teenager sein wird.

Der Fernsehturm guckte immer wieder um die Ecke...

... und der Französische Dom auf dem Gendarmenmarkt wurde durch die bunten Seifenblasen noch hübscher.

Ebenfalls am Gendarmenmarkt entdeckte ich dieses schöne Mosaik an einer Hausfassade.

Das hier sah interessant und einladend aus, aber als wir auf der Speisekarte von frittierten Seidenraupen, Schweineohren und Froschschenkeln gelesen haben, hatten wir plötzlich keinen Appetit mehr.

Stattdessen verbrachten wir einen lauschigen Abend im Freisitz von Clärchens Ballhaus und bestaunten die aufwändig im zeitgenössischen Stil zurechtgemachten Swingtanzpaaare auf der Tanzfläche.

Schön war's! Ein richtiger Mädelsurlaub mit Zeit zum Quatschen, in netten Cafés, Umkleideorgien in Lieblingsgeschäften, langen Abenden, romantischen Filmen, Salsatanzen, gemeinsamem Kochen und vielem mehr.

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