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Dienstag, 13. Oktober 2015

Das Glück der Erde...

... lag zumindest an den letzten drei Dienstagen für mein kleines Schulkind auf dem Rücken der Pferde - denn dann steht therapeutisches Reiten auf dem Stundenplan der Klinik. 

Zuerst werden die Pferde begrüßt und gestreichelt, dann geputzt und gestriegelt, dann gesattelt.

Dann haben die Kinder mit der Therapeutin Bilder ins Fell der Pferde gemalt (so wie das bei manchen Sofas möglich ist) und ihre Handabdrücke ins Fell gedrückt.

Anschließend ging es in die Reithalle, wo die Kinder "ihr" Pferd erst im Kreis und dann in vorbestimmten Bahnen führten. Aus Schwimmnudeln legten sie eine Straße in den Sand, die sie manchmal entlanggehen und manchmal mit einem kurzen Stopp überqueren sollten. 

Zum Schluss durften die Kinder aufsteigen und wurden von uns Eltern geführt. Mein Kleiner hat es sehr genossen, sich im Liegen auf seine Stute "Melasol" zu kuscheln.

Hofhund Max erfreut sich bei den Reitkindern ebenfalls großer Beliebtheit.

Witziges Detail im Stall ;-) und schöne Beine

Farbenfroher Versuch, den tristen Beton etwas aufzuwerten

Mein lustigstes Bild vom heutigen Tag!
Da habe ich genau im richtigen Moment abgedrückt ;.)



Dienstag, 26. Mai 2015

Was kribbelt und krabbelt denn da?

Heute wird's ziemlich klein und ziemlich krabbelig hier auf dem Blog. Der Grund: Lotta will Kleinvieh sehen. So ganz kleines mit sechs dünnen Beinchen und einem in Segmente unterteilten Körper - INSEKTEN nämlich. Also habe ich meinen Fokus in den letzten Tagen mal auf etwas gerichtet, das ich sonst meistens übersehe, das mich oft genug nervt und das ich ohne diese Fotoaktion ganz bestimmt niemals zu meinem Fotoobjekt erkoren hätte.

Es war allerdings eine ziemlich spannende Reise, auf die ich mich da begeben habe. Sonst fotografiere ich in der Natur ja am allerliebsten Pflanzen - und die haben einen ganzen entscheidenden Vorteil: Sie bleiben an Ort und Stelle stehen, bis ich mit meiner Kamera komme, den richtigen Blickwinkel, Sonnenstand und Hintergrund ausgewählt und irgendwann endlich mal abgedrückt habe. Die Krabbeltierchen hingegen sind sehr wenig kooperativ beim Knipsen. So schnell man sie erblickt, so schnell sind sie auch schon wieder weg. Stillhalten? Fehlanzeige! Weiterer Unterschied: Pflanzen haben feste Standorte und sind schon von Weitem zu sehen. Das Grünzeug ist also bereits da und ich komme hinzu. Ganz anders bei Insekten. Ich sehe sie erst, wenn ich direkt davor stehe und außerdem ganz genau hinsehe. Wenn sie nicht auf und davon fliegen, sobald ich mich nähere und z.B. das Gras zum Schwingen bringe.

Also musste ich meine gesamte Fototaktik verändern: Nach einiger Zeit auf der Pirsch erkannte ich, wo sich die kleinen Flattermänner bevorzugt niederließen. Also setzte ich mich ganz still, aber mit der Kamera im Anschlag, an diese Orte - und wartete. Leuchtende Blüten in der prallen Sonne waren solche Lieblingsorte.

Manche Insekten traf ich nicht persönlich an, entdeckte aber ihre Hinterlassenschaften, wie hier zu sehen.

Andere warteten nicht auf mich, sondern kamen direkt zu mir und ließen sich auf mir nieder.

Relativ gute Models waren die Fliegen, die sich auch mal für längere Zeit an einem Ort aufhielten und dort nur langsam krabbelten. Die winzigen Spinnen hingegen hatten es immer sehr eilig und waren im trockenen Laub ohnehin kaum zu erkennen.

Blühende Sträucher waren auch lohnende Fotoorte und immer gut besucht.

Auch auf der Unterseite von Blättern wurde ich oft fündig.

Zu den Tierchen, die ich am wenigsten mag, gehören ganz sicher diese Exemplare auf den ersten drei Fotos hier. Leider sind sie gerade dabei, die Weltherrschaft an sich zu reißen die Obermacht in unserem Hofgarten zu übernehmen. Da die chemische Keule bei Blattläusen extrem giftig ist, uns aber bei selbst angesetzter Brennnesseljauche vermutlich die Nachbarn aufs Dach steigen würden, haben wir uns für eine andere biologische Schädlingsbekämpfungsmethode entschieden und Marienkäfer- und Florfliegenlarven im einschlägigen Fachhandel geordert. Wir sind gespannt, wer das Rennen macht *lach*.

Es war eine sehr spannende Fotosafari, bei der ich unheimlich viel gelernt habe und meine Foto-Komfortzone ganz schön erweitern musste. Leider bin ich (noch) nicht im Besitz eines Makroobjektivs, deshalb konnte ich nicht näher an die Tierchen herangehen. Aber vielleicht lässt sich in dieser Hinsicht geburtstagswunschtechnisch etwas machen *lach*.

Ich habe übrigens endlich die Zeit zum Auslosen meines Marmeladendekosets gefunden. Gewonnen hat Zauberflink! Liebe Lena, wenn du mir deine Adresse mitteilst, kann sich dein Päckchen auf die Reise machen!

Jetzt heißt es hier aber erstmal weiter Sachen packen, denn morgen gehe ich auf große Reise! Demnächst mehr dazu.



Ich wünsch euch was!


Sonntag, 17. Mai 2015

Hundehimmel

Diese Woche kann ich euch ganz besondere Himmelbilder zeigen, nämlich die von meiner Hundewanderung letzten Sonntag. Extra für die In-Heaven-Aktion der Raumfee habe ich die Linse ein paar Mal etwas höher gehalten.

Fee "in heaven"

Fellhäufchen vor Wolkenhäufchen ;-)

Seit diesem Ereignis verging kaum ein Tag, an dem mein kleines Schulkind nicht voller Begeisterung jemandem von "seinen" Hunden erzählt hat!


Mittwoch, 13. Mai 2015

Wandern mit Schlittenhunden

Noch ein Hund oder schon ein Kuschelbär? :-)
 
Am vergangenen Wochenende habe ich etwas gemacht, das ich mir selbst noch vor Kurzem nicht hätte vorstellen können: eine Wanderung mit Schlittenhunden. Dazu muss man wissen, dass ich nicht die größte Tierfreundin bin, Hunden in der Regel aus dem Weg gehe und es auch nicht vermisse, dass wir (bis auf ein paar sehr kleine Fische) keine Haustiere haben. Wie ich dennoch zu diesem speziellen Erlebnis kam? Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, etwas mutiger zu sein als bisher, auch mal etwas Neues auszuprobieren und mich selbst zu überraschen. Deshalb wusste ich auch gleich, als ich einen Erlebnisgutschein geschenkt bekommen habe, dass ich damit etwas Besonderes anfangen möchte. Natürlich hätte ich auch zu einer schönen Massage gehen oder das sehr erholsam klingende Floating ausprobieren können. Aber diesmal sollte es wirklich etwas sein, was ich sonst nicht machen würde, etwas, das außerhalb meiner Komfortzone liegt. Spontan meldete ich mich für eine Schlittenhundewanderung an und dachte vorsichtshalber nicht zu viel darüber nach. Ich hätte mir nämlich viele Sorgen darüber machen können: Ich und Hunde, das war keine gute Kombination, seit mich als Kleinkind mal ein großer Bobtail durch unsere Straße gejagt hat und ich mich nur durch einen beherzten Sprung in den Kinderwagen zu meinem kleinen Bruder retten konnte. Der Weg bis zum Treffpunkt im Erzgebirge war weit, passende Termine rar und die Frage, ob ich allein oder in Familie fahren soll, nicht leicht zu beantworten. Es sprach also mehr dagegen als dafür – aber ich wollte es trotzdem probieren.

Als der Termin dann kurz bevorstand, wurde mein Optimismus noch einmal auf die Probe gestellt: Das große Schulkind humpelte nach einem Fußballunfall nur noch mit Krücken durch die Gegend, der Wetterbericht sagte Sturm und Regen voraus und ich schlief nachts so schlecht, dass mir tagsüber nach gar nichts mehr zumute war.
Dennoch setzte ich mich mit meinem kleinen Schulkind am Sonntag kurz nach halb zwei in den Regionalbus Richtung Zinnwald an der tschechischen Grenze. Nach über einer Stunde Fahrt durch blühende Rapsfelder, sanft geschwungene Hügel und kleine Dörfer kamen wir am vereinbarten Treffpunkt in Zinnwald-Georgenfeld an. Sofort entdeckten wir das Auto voller schneeweißer Schlittenhunde. Der Besitzer und Führer von Tinforest, Jürgen Hebert, begrüßte unsere kleine Gruppe, zu der außer meinem Sohn und mir noch ein Paar gehörte, legte jedem einen Hüftgurt um, verteilte die Hunde und schon konnte es losgehen. 

Waren mein Kleiner und ich zuerst noch gemeinsam mit den zwei Samojeden Fee und Apollo verbunden, durfte er schon nach kurzer Zeit alleine mit Apollo – übrigens das einzige Männchen im Rudel – gehen. Da der aber eher zur gemütlichen Sorte gehörte und mehr vom Kind gezogen wurde als anders herum, wechselten wir noch einmal. Nun führte ich den gemächlich trottenden Apollo (oder doch er mich? *lach*), während mein Sohn mit der munteren Fee durch den Wald tobte und rannte. Zwischendurch wurde immer wieder intensiv gekuschelt.

 Wir waren in einer Ecke des Erzgebirges unterwegs, die ich noch nicht kannte, die mir aber sehr gut gefiel. Die Nähe zum benachbarten Hochmoor war vor allem an den vielen kleinen Wasserläufen und morastigen Wiesen zu spüren. Dazwischen Blaubeersträucher, Moos, Steine und niedrige Kiefern. Genau so stelle ich mir Schottland oder Irland vor. Auch das Wetter war auf unserer Seite. Die Sonne lachte von einem strahlend blauen Himmel, kein Tropfen fiel, aber zu warm zum Wandern war es auch nicht. Es war einfach nur richtig schön!

Herrliche Aussicht!
 
"Unsere gute Fee" im Gegenlicht

Wir haben beim Laufen viel über Schlittenhunde im Allgemeinen und unsere vier kuscheligen Begleiter Fee, Apollo, Yule und Snow im Besonderen gelernt und konnten die fast vier Stunden einfach nur genießen. Mein kleines Schulkind ist immer noch traurig, dass wir keine der süßen Fellnasen mit nach Hause nehmen konnten.




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