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Dienstag, 14. Juni 2016

Unsere erste Jugendweihe

Vor fast 14 Jahren ist unser Großer "geschlüpft". Dieses Alter und den damit verbundenen neuen Lebensabschnitt wollten wir gebührend feiern. Am vergangenen Wochenende fand daher die erste Jugendweihe in unserem Hause statt. Wobei "in unserem Hause" nicht ganz richtig ist, da wir den großen Tag keineswegs in den eigenen vier Wänden verbracht haben.

Nach der offiziellen Feierstunde im schmucken Saal eines Dresdner Theaters fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein in den idyllischen Dresdner Stadtteil Leutewitz. In der liebevoll sanierten und zu einem Café umgebauten Mühle verbrachten wir den Nachmittag mit unseren Gästen. Zum klassischen Blechkuchen aus einer Dresdner Traditionsbäckerei wünschte sich unser Teenie eine Schoko-Sahne-Torte vom Konditor.

Als Motto zu diesem Tag, der ja die Schwelle von der Kindheit auf dem Weg zum Erwachsenwerden symbolisiert, habe ich das bekannte Goethe-Zitat verwendet: "Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel". Passend dazu habe ich die Tische mit Wurzeln und Flügeln, äh, Federn, dekoriert. Als Farbschema hatte sich der Jugendweihling warme Rot- und Orangenuancen gewünscht, die ich wegen der natürlichen Materialien mit Naturtönen kombiniert habe.

Auf jedem Platz lag eine Fasanenfeder, an die ich das Namensschildchen und ein zusätzliches transparentes Schild geknotet hatte. Außerdem erhielt jeder Gast ein Tütchen mit den Lieblingssüßigkeiten des Teenies als Gastgeschenk: Skittles und Salmiaklakritz, natürlich ebenfalls mit Federn dekoriert.

Die Tischkarten wurden nach dem Essen zu Überbringern guter Wünsche: Jeder Gast schrieb seinen Wunsch auf das Transparentpapier und steckte die Feder in einen rohen, vorgebohrten Holzscheit. Der steht nun im Kinder- pardon, Jugendzimmer und erinnert immer an den schönen Tag.

Als Kaffee und Kuchen abgeräumt waren, gab es eine Überraschung. Einer der Opas, seines Zeichens freischaffender Maler, hatte ein Bild zum gemeinsamen Malen vorbereitet. Auf und an den grob skizzierten "Lebensweg" konnten die Gäste nun nach Herzenslust zeichnen oder schreiben, was sie unserem Großen für seinen weiteren Weg wünschen. Von gutem Wetter über Schutzengel und gute Freunde bis hin zu freien Parkplätzen, Sternschnuppen und einem Lebenskompass war alles dabei, was man sich zu diesem Thema nur vorstellen kann. Als fröhliche Erinnerung hängt das wunderschöne Bild nun feierlich eingerahmt an einem besonderen Platz.

Nachdem wir die älteren Gäste verabschiedet hatten, ging das Feiern aber weiter. Gemeinsam mit allen Familien der Schulklasse zogen wir in den pompösen Ballsaal Lindengarten, wo ein festliches Buffet, etwas Programm und viel Musik und Tanz auf uns warteten. Die Jugendlichen saßen dabei an einem Extratisch und nicht etwa bei ihren Familien. Das kam sehr gut an.

Auch für die Feier im Hotel übernahm ich die Tischdeko. Wurzeln, Zweige, Efeuranken und Farnwedel wurden locker auf den Tischen verteilt. Daziwschen stellte ich kleine Töpfe mit gelben und oranbgefarbenen Blüten, die ich in Packpapier geschlagen hatte. Zusätzlich steckte in jedem Topf ein Federspieß mit einem passenden Spruch daran. An den Elterntischen war das unser Jugendweihemotto, für die Jugendlichen hatte ich die aktuellesten Chart-Hits auf sinnige Zeilen untersucht.

Diesen wunderbaren Tag werden wir so schnell nicht vergessen!

Verlinkt beim Creadienstag.



Dienstag, 6. Oktober 2015

Herbstgold

Endlich ist wieder Kastanienzeit! Ich liebe diese dunklen, glatten Kullern sehr und finde sie einfach perfekt! Ihre wunderschöne Farbe, ihre handschmeichelnde Form, da braucht es gar nichts extra. Also wollte ich kreativ mit ihnen arbeiten, ohne sie jedoch zu sehr zu verändern. 

Also habe ich nur einen kleinen Hauch hinzugegeben - etwas Blattgold nämlich. Das passt für mich ganz wunderbar zum edlen Braunton der Früchte und irgendwie auch zum Herbst. Nur auf das weiße "Auge" habe ich die Anlegemilch aufgetragen und vorsichtig das hauchdünne Metall aufgelegt. Das Ergebnis gefällt mir ausgesprochen gut!

Und weil ich gerade so viel Freude am Vergolden der Natur hatte, zückte ich noch mein Goldspray und verzierte ein paar Bucheckern...

... verpasste einigen Kastanien ein Streifendesign...

 ... verwandelte ein paar gelbe Bällchen aus der Frühlingsdekokiste und ein einfaches Plastikkörbchen von Physalis zu einem goldenen Käfig für meine Herbstfrüchte...

...und machte aus einem Kartoffelnetz ein güldenes Bett für die Kastanien.

Anschließend holte ich das Blattgold noch einmal hervor, um einen Zierkürbis zu veredeln. Ich mag die Kombination aus dem satten Orangeton und dem schimmernden Gold sehr. 



Auch meine Familie bastelte mit Kürbissen, hier der große Kürbiskopf von Papa und kleinem Schulkind:

Alles zusammen ergibt dann eine äußerst stimmungsvolle Herbstdeko für unseren Balkon, ganz besonders am Abend.

Verlinkt beim Creadienstag und bei Bunt ist die Welt

Mittwoch, 19. August 2015

Macht Regen kreativ?

Tja, das weiß ich auch nicht. Aber es ist definitiv angenehmer, vor Nähmaschine oder Papier und Farbe zu sitzen, wenn einem dabei nicht der Schweiß aufs Werk tropft und man sich am liebsten nicht mehr bewegen würde. Deshalb nutze ich gerade das schon fast herbstliche Wetter (Dauerregen seit drei Tagen! 15C!), um einige Nähprojekte anzufertigen, die schon viel zu lange auf der Liste stehen. (Und wenn ich sie nicht bald erledige, sind die Babys volljährig, die die Kissen zur Geburt bekommen sollten *ggg*.)

Kissen aus Lieblingsdinostoff von Buttinette, verziert mit Kleinigkeiten von überall her :-)

Dass man aber auch bei über 30°C im Schatten ganz wunderbar kreativ werden kann, zeigen die schönen Sommerpostkarten, die mich hier jede Woche erreichen. Diese vier von insgesamt acht habe ich schon erhalten, eine schöner als die andere:

Annette hat unzählige saftige Erdbeeren gestempelt, Maike wagt sich mit einem Stück Melone auf hohe See, mag Brombeeren im Shabby Chic Style und Astrid hat grafisch den Granatapfel aufgegriffen und in der Karte noch einige Informationen zu dieser exotischen Frucht beigefügt.

 Zusammen mit meiner Melonenkarte, meiner Erdbeer-Regenbogen-Probekarte und allem, was dort sonst noch so steht, sieht die Sommer Mail Art-Leine in der Küche nun so aus.

Danke an alle fleißigen und kreativen Kartenschöpferinnen und ich freu mich schon auf die noch kommende Post!

Freitag, 24. Juli 2015

Es grüßt die Wassermelone

Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen wäre es doch mal eine erfrischende Abwechslung, eine Wassermelone im Briefkasten vorzufinden, oder? Sieben Teilnehmerinnen an der Sommer Mail Art werden diese Woche genau das tun, denn mein Beitrag zu den postalischen Sommerfrüchten sieht so aus:

Die Melonenscheiben habe ich zuerst aus roten und grünen Stoffen genäht, dann die Kerne aufgestickt und anschließend alles auf Klappkarten geklebt. Diese habe ich dann entlang der halbrunden Melonenaußenkante abgeschnitten, damit die gesamte Karte die Form der Melone hat. Liebe Grüße hineingeschrieben und in den Umschlag gesteckt. Dieser bekam noch einen kleinen Regenbogen aus kunterbunt aufgestempelten Erdbeeren. So ähnlich sah nämlich meine erste Kartenidee aus, die ich zwar immer noch mag, mich aber zum Verschicken nicht 100%ig überzeugt hat:


Nun bin ich gespannt auf die kommenden Wochen, die für meine Sommerpostkartenleine in der Küche noch sechs weiter Früchtchen bringen!



Mittwoch, 22. Juli 2015

W wie...

Nein, heute geht es nicht um einen der letzten Buchstaben von Sonjas Alphabet, sondern um ein Geburtstagsgeschenk. Der Name des Jubilars erinnert an ein wildes Tier, das mit dem gleichen Buchstaben beginnt. Eben diesen Buchstaben habe ich als Pappvariante käuflich erworben. Anschließend durchwühlte ich einen ganzen Vormittag lang sämtliche verfügbaren Bücher, Zeitschriften und Verlagskataloge nach Bildern von Wölfen. Als ich genügend davon zusammen hatte, klebte ich sie als Collage rund um das "W". 
 
Mit von der Partie sind aber nicht nur klassische Fotos, sondern vor allem auch viele Comicwölfe oder Titelbilder von kuriosen Bilderbüchern rund um Isegrimm. Vor allem der französische Buchmarkt wartet mit einer Vielzahl von Rotkäppchen-Variationen auf, die teils schräg, teils künstlerisch, teils total witzig, aber vor allem immer einen Blick wert sind. Meine Favoriten: Rothütchen, Großer Wolf und kleiner Wolf, Der Wolf im Nachthemd, Ich bin der Stärkste im ganzen Land, Ich bin der Schönste im ganzen Land, Da kommt der Wolf, Steinsuppe (Da ich den Bücherriesen nicht unterstützen möchte, gibt es an dieser Stelle keine Links. Aber ich traue all meinen Leserinnen das Googeln bzw. Bestellen der Titel in ihrer Wunschbuchhandlung zu *lach*.)


Dienstag, 21. Juli 2015

Hoch die Tassen!

Zu Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten verschenke ich gern handbemaltes Geschirr. Neulich habe ich mal wieder einen ganzen Schwung schlichte weiße Teller und Tassen gekauft und die Porzellanmalstifte geschwungen.
Herausgekommen sind dabei neben einer Tasse mit einer großen "60" für meinen Vater zum Geburtstag...


... diese Kaffeebecher:

Für ein befreundetes Hochzeitspaar habe ich diese süßen Strichmännchen gemalt. ER fängt IHRE Kussherzchen im Schmetterlingsnetz, auf dass ihm keines verloren gehe.

Die Henkel zieren kleine Pünktchen und ein Herz, auf die Rückseite habe ich das Hochzeitsdatum geschrieben.

Das hier ist ein regelrechter "Fanartikel" geworden *ggg*. Von den bunten Punkten umrahmt wird die Silhouette des Prinzen Hamlet in dieser Szene (die dünne Linie vor seinem Körper ist das Kabel des Mikrofons, in das er singt). Ich habe das Foto im Bildbearbeitungsprogramm in eine s/w-Zeichnung konvertiert, ausgedruckt und die Silhouette ausgeschnitten. Zum Malen habe ich den Ausschnitt dann auf der Tasse festgehalten und mit verschiedenfarbigen Stiften ringsherum Pünktchen aufs Porzellan gedrückt. Um den Rand deutlicher hervortreten zu lassen, sind die Pünktchen um die Figur herum sehr dicht und werden zum Rand hin lockerer.

Meine Tassen wandern hiermit zum Creadienstag - aber es werden nicht die einzigen bleiben. Ich habe noch so viele Ideen im Kopf!


Donnerstag, 16. Juli 2015

Wunderbunte Seide

Es ist wohl eine der typischsten kreativen Beschäftigungen in Kur- und Reha-Kliniken: das Seidenmalen (neben Serviettentechnik und Körbeflechten *ggg*). Da ich es erstens noch nie probiert und zweitens die Materialien wie Farben und Spannrahmen nicht zu Hause habe, nutzte ich diese Gelegenheit. Zuerst entstand mein grün-buntes Blümchentuch für mich, später noch das beerenfarbene als Geburtstagsgeschenk für meine Mutter.

Meine Blütenform geht darauf zurück, dass ich mich für kein Muster entscheiden konnte: Lieber Blümchen oder doch eher Punkte? Am Ende habe ich beide Ideen kombiniert und mag das Ergebnis sehr! 
Die Kreise und Tupfen wurden zuerst mit weißer Konturenfarbe aufgetragen (was seeeehr lange gedauert hat!). Als alles getrocknet war, marmorierte ich den Hintergrund in verschiedenen Grüntönen und malte anschließend jedes Blümchen einzeln bunt aus. Zum Glück konnten wir unsere Werke im Kreativraum liegen lassen und jederzeit daran weiterarbeiten.
 
Für das beerenfarbene Tuch verwendete ich transparentes und vor allem auswaschbares Gutta. Zuerst malte ich damit die Pusteblumen auf. Nach dem Trocknen wurde das komplette Tuch angefeuchtet, um besonders weiche Übergänge zwischen den einzelnen Lila- und Pinktönen zu erreichen. Dieser Schritt ist allerdings ganz schön tricky, weil sich bei zu viel Wasser bereits jetzt das transparente Gutta und damit die Kontur auflöst. Deshalb sind einige Stellen der Blüten verschwommener als andere. Aber das gibt dem Tuch letztendlich einen besonders interessanten Effekt. Nach dem Auftragen der Farben habe ich das Tuch gebügelt, das Gutta ausgewaschen und alles noch einmal gebügelt.




Dienstag, 5. Mai 2015

Viel Gelb zum Vierzigsten

Wie ich euch bereits erzählt habe, waren wir am 1. Mai zu einem 40. Geburtstag in der Familie eingeladen. Als Geschenk wünschte sich die junge Jubilarin ausdrücklich "nichts für den Haushalt, nichts für den Garten, sondern etwas nur für mich"! Damit stand für mich schnell fest: Etwas zum Verwöhnen sollte es sein. Wir befragten also Mutter und Schwester und wussten nun, in welchem "Wellnesstempel" das Geburtstagskind sich gern einmal entspannt oder verschönern lässt. Wir orderten einen Gutschein dort - aber nur einen Umschlag zu überreichen, geht für uns Kreative ja nun gar nicht, nicht wahr? *zwinker* Also stöberte ich in einem meiner liebsten Dekoläden und entdeckte eine stoffbezogene Box im coolen Zickzackmuster. Außen schwarz-weiß, innen gelb - in diesen Farben sollte alles gehalten sein. Ich kaufte noch verschiedene Kleinigkeiten in Dekoladen, Supermarkt und Drogerie dazu, immer farblich passend natürlich. Es ist sehr lustig, die Regale mal nicht so sehr nach Inhalten, sondern nach Farbe zu scannen. Im Blumenladen suchte ich mit dem kleinen Schulkind noch zwei Topfblümchen in Weiß und Gelb aus, die sich das Geburtstagskind später in den Garten pflanzen kann.

Alle Produkte versah ich mit witzigen kleinen Schildchen aus schwarzem Tonkarton. Ich beschriftete sie mit weißem und gelbem Buntstift, damit es wie Kreide aussieht, aber nicht so schnell verwischt. Außerdem malt so ein gespitzter Stift natürlich viel feinere Linien als ein Stück Kreide. Die Schildchen band ich mit schwarz-weißem und schwarz-gelbem Bäckergarn an die Produkte.

*Purer Luxus* - feiner Badezusatz
*Fit wie ein Turnschuh* - gesunder Riegel
*Party, Party, Party* - schicke Papiertrinkhalme

 *Ganz schön prickelnd* - Zitronenwellnessgetränk
*Nicht vergessen* Servietten mit allerlei bedruckt, was im Alltag allzu schnell in Vergessenheit gerät
*Für Energie-Tiefs* - Traubenzucker

*Teepause* - feiner Kräutertee mit passendem Motto
*Es werde Licht* - Kerze

Aus Geschenkpapier schnitt mir der Mann einzelne Schmetterlinge aus (ein bisschen kann er sich am Geschenk für jemanden aus seinem Teil der Familie ja auch beteiligen *ggg*), die ich auf kleine Klammern klebte und überall am Geschenk verteilte.

Eine Geburtstagskarte muss natürlich auch sein. Ich fertigte sie ebenfalls aus schwarzem Karton und probierte mich erneut im Handlettering aus. Nach mehreren Entwürfen auf Schmierpapier und der Auswahl der verschiedenen Schriften entstand schließlich diese Karte. Natürlich geht das alles noch viel professioneller, aber für meinen gerade mal zweiten Versuch bin ich sehr zufrieden damit.

Mit meinem Beitrag zum Creadienstag wünsche ich euch einen schönen Maitag!


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