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Montag, 21. November 2016

Playmobil zu Weihnachten?


Unser kleines Schulkind war lange Zeit ein großer Playmobil-Fan, möchte aber jetzt auf Lego umsteigen. Deshalb sortieren wir gerade alle großen und kleinen Playmo-Sachen, stecken sie in die Spülmaschine und stellen sie zu Sets zusammen, die dann beim 3-2-1-Internetkaufhaus landen. Wer Interesse an Baufahrzeugen, Autofähre, Arche Noah, Zirkus und vielem anderen mehr hat, hier entlang:

Zirkus ROMANI: http://www.ebay.de/itm/Playmobil-Zirkus-ROMANI-3720-XXL-Set-extra-viel-Zubehor/272456681160

Arche Noah: http://www.ebay.de/itm/Playmobil-3255-Arche-Noah-sehr-guter-Zustand/272456818301

Großes Sommerurlaubs-Set: http://www.ebay.de/itm/XXL-Playmobil-Set-Sommer-Sonne-Strand-extra-viel-Zubehor/272456967486

Mehr folgt in Kürze.

Dienstag, 8. November 2016

Eine Reise ins Weltall

Im November stehen hier vier Kindergeburtstage an. Den Anfang machte ein Schulfreund meines "kleinen" Schulkindes. Ich nähte ihm ein Namenskissen, das mal ganz anders aussah als meine sonstigen Kissen.

Zum ersten Mal habe ich nicht verschiedene Stoffe verarbeitet, sondern nur einen einzigen. Dieser Digitaldruck-Weltraumstoff von Ginilotte war zum Teilen einfach zu schön und sollte in seiner ganzen Pracht wirken.

Neben den applizierten Buchstaben habe ich noch ein anderes Highlight gesetzt: Alle Sterne, Planeten, Raumfahrtzeuge und Raumfahrer wurden mit einem mitteldicken Volumenvlies hinterlegt und abgesteppt. So treten sie etwas plastisch hervor.

Und ab damit zum Creadienstag.


Dienstag, 13. September 2016

Eine Decke voller Kindheit

Die Kleidung meiner Kinder war für mich nie nur eine Hülle gegen Kälte oder Schmutz. Ich habe hingegen mit vielen Kleidungsstücken besondere Ereignisse verbunden, sie Stück für Stück selbst ausgesucht, genäht, nach eigenen Wünschen bedrucken lassen oder mit den Kindern gemeinsam verschönert (vor allem Oberteile). Deshalb habe ich die schönsten oder erinnerungsträchtigsten T-Shirts nie weggeworfen, sondern "für später" aufgehoben. Dieses "später" war dann im Frühsommer plötzlich da: die Jugendweihe unseres Großen. Was würde besser passen, als ihn im wahrsten Sinne des Wortes "eingekuschelt in seine Kindheitserinnerungen" auf den Weg in den nächsten Lebensabschnitt zu schicken? Gesagt, getan. Aus 28 T-Shirts von Größe 86 bis 158 wurde eine große Tagesdecke:

Es geht links oben mit dem ältesten T-Shirt los und hört unten rechts bei einem der letzten abgelegten auf. 

Einige ausgewählte Shirts im Detail (v.o.l.n.u.r.): Die beiden oberen Teile stammen von ein und demselben Shirt, das sich unser Großer als kleines Kindergartenkind zum Indianerfest im Kindergarten selbst bemalt hat. Er gab sich selbst den Indianernamen "Rosa Stern", weshalb ich das Sternchen aus Filz appliziert habe. Das orangefarbene T-Shirt darunter war ebenfalls ein Kostüm, nämlich das eines Tigers. Da unser Sohn Kostüme eigentlich nicht mochte, habe ich sie immer aus normalen Sachen gestaltet, so dass er sich erstens nicht so verkleidet vorkam und sie zweitens auch danach noch anziehen konnte. Denn das wiederum mochte er sehr. Das grüne Shirt ist das Schul-T-Shirt der Grundschule, darunter das Shirt eines sehr berühmten Animationsfilmes und ein Mitbringsel von Papas erster Dienstreise zu den Cowboys *ggg*. Auch einige hübsche Labels der Shirts habe ich eingearbeitet.

Damit die einzelnen Shirts erstens besser zur Geltung kommen und zweitens die Vorderseite nicht nur aus labberigem Jersey besteht, habe ich jedes "Bild" mit Baumwolle gerahmt. Dafür habe ich einen Vorhang blau gefärbt, denn so große Mengen hatte ich von keinem Stoff da. Für die 7 Meter Binding musste es ja auch noch reichen.

Die Rückseite besteht aus einer sehr kuscheligen dunkelblauen Microfleecedecke, wodurch sich das Füttern mit Vlies o.Ä. erübrigte. (Der Nachteil ist, dass die Decke nun mit der T-Shirt-Seite nach unten auf der Matratze liegt, weil die Rückseite ja so schön kuschelig ist :o )

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk und mein Großer war auch total begeistert!

Deshalb: Ab damit zum Creadienstag.

Dienstag, 14. Juni 2016

Unsere erste Jugendweihe

Vor fast 14 Jahren ist unser Großer "geschlüpft". Dieses Alter und den damit verbundenen neuen Lebensabschnitt wollten wir gebührend feiern. Am vergangenen Wochenende fand daher die erste Jugendweihe in unserem Hause statt. Wobei "in unserem Hause" nicht ganz richtig ist, da wir den großen Tag keineswegs in den eigenen vier Wänden verbracht haben.

Nach der offiziellen Feierstunde im schmucken Saal eines Dresdner Theaters fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein in den idyllischen Dresdner Stadtteil Leutewitz. In der liebevoll sanierten und zu einem Café umgebauten Mühle verbrachten wir den Nachmittag mit unseren Gästen. Zum klassischen Blechkuchen aus einer Dresdner Traditionsbäckerei wünschte sich unser Teenie eine Schoko-Sahne-Torte vom Konditor.

Als Motto zu diesem Tag, der ja die Schwelle von der Kindheit auf dem Weg zum Erwachsenwerden symbolisiert, habe ich das bekannte Goethe-Zitat verwendet: "Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel". Passend dazu habe ich die Tische mit Wurzeln und Flügeln, äh, Federn, dekoriert. Als Farbschema hatte sich der Jugendweihling warme Rot- und Orangenuancen gewünscht, die ich wegen der natürlichen Materialien mit Naturtönen kombiniert habe.

Auf jedem Platz lag eine Fasanenfeder, an die ich das Namensschildchen und ein zusätzliches transparentes Schild geknotet hatte. Außerdem erhielt jeder Gast ein Tütchen mit den Lieblingssüßigkeiten des Teenies als Gastgeschenk: Skittles und Salmiaklakritz, natürlich ebenfalls mit Federn dekoriert.

Die Tischkarten wurden nach dem Essen zu Überbringern guter Wünsche: Jeder Gast schrieb seinen Wunsch auf das Transparentpapier und steckte die Feder in einen rohen, vorgebohrten Holzscheit. Der steht nun im Kinder- pardon, Jugendzimmer und erinnert immer an den schönen Tag.

Als Kaffee und Kuchen abgeräumt waren, gab es eine Überraschung. Einer der Opas, seines Zeichens freischaffender Maler, hatte ein Bild zum gemeinsamen Malen vorbereitet. Auf und an den grob skizzierten "Lebensweg" konnten die Gäste nun nach Herzenslust zeichnen oder schreiben, was sie unserem Großen für seinen weiteren Weg wünschen. Von gutem Wetter über Schutzengel und gute Freunde bis hin zu freien Parkplätzen, Sternschnuppen und einem Lebenskompass war alles dabei, was man sich zu diesem Thema nur vorstellen kann. Als fröhliche Erinnerung hängt das wunderschöne Bild nun feierlich eingerahmt an einem besonderen Platz.

Nachdem wir die älteren Gäste verabschiedet hatten, ging das Feiern aber weiter. Gemeinsam mit allen Familien der Schulklasse zogen wir in den pompösen Ballsaal Lindengarten, wo ein festliches Buffet, etwas Programm und viel Musik und Tanz auf uns warteten. Die Jugendlichen saßen dabei an einem Extratisch und nicht etwa bei ihren Familien. Das kam sehr gut an.

Auch für die Feier im Hotel übernahm ich die Tischdeko. Wurzeln, Zweige, Efeuranken und Farnwedel wurden locker auf den Tischen verteilt. Daziwschen stellte ich kleine Töpfe mit gelben und oranbgefarbenen Blüten, die ich in Packpapier geschlagen hatte. Zusätzlich steckte in jedem Topf ein Federspieß mit einem passenden Spruch daran. An den Elterntischen war das unser Jugendweihemotto, für die Jugendlichen hatte ich die aktuellesten Chart-Hits auf sinnige Zeilen untersucht.

Diesen wunderbaren Tag werden wir so schnell nicht vergessen!

Verlinkt beim Creadienstag.



Dienstag, 2. Februar 2016

Shirts für mittelgroße Jungs

In den letzten Tagen entstanden hier drei Shirts. Da ich eines davon jedoch irrtümlicherweise einige Größen zu klein zugeschnitten hatte (die Markierungslinien waren sich einfach zu ähnlich), bekam es ein anderer kleiner Mann und ich setzte mich noch einmal an die Maschine. Nun reichte aber der witzige Gespensterstoff nicht mehr ganz für Größe 152, ich besaß aber auch keinen passenden Kombistoff. Also ging ich nach der Arbeit erstmalig bei Stoff-Fischer vorbei und erstand einen sehr feinen, glatten schwarzen Jersey, der sich bestimmt auch wunderbar für feinere Kleidung eignet (Zitat des Kindes: "Mama, das ist ja fast Anzugstoff!"). Ich stückelte reichlich, aber sehr zu meiner Zufriedenheit, ein Shirt zusammen und versuchte mich auch erstmals an einer Halseinfassung aus Jersey statt Bündchen. Dabei achtete ich darauf, dass möglichst viele Figuren bzw. Augen auf dem Einfasstreifen zu sehen sind.


Im Laden entdeckte ich dann jedoch noch einen anderen tollen Jersey, über und über mit Raumfahrern, Planeten und Raketen bedruckt. Der musste unbedingt auch noch mit.

Also entstand am nächsten Abend noch ein Shirt, bei dem ich den Weltraumstoff mit grünem Punktejersey und grünem Bündchen kombinierte. Mama und Kind gefallen die Ergebnisse ausgesprochen gut. 
Ich bin ganz stolz, dass ich mich mal wieder an Kleidung gewagt habe und vor allem die Bündchen ordentlich hinbekommen habe. Das finde ich ja bei den Sachen die größte Schwierigkeit. Alle Shirts entstanden auf meiner normalen Nähmaschine mit dem Überwendlingsfuß und dem Pseudo-Overlockstich. 
Da sämtliche Nähfreundinnen sehr für Overlockmaschinen schwärmen, habe ich letzte Woche eine ausprobiert, um herauszufinden, ob ich so etwas auch brauche bzw. möchte. Und ich habe mich dagegen entschieden. Zu kompliziert, zu schnell, da traue ich mich alleine nicht ran. Es mag ja viel schneller gehen damit, aber die Geschwindigkeit meiner Maschine ist mir viel sympathischer.

Und damit ab zum Creadienstag.


Dienstag, 1. Dezember 2015

Kuschelkissen für Flüchtlingskinder

Kissen sind in den Asylunterkünften Mangelware, d.h., es gibt schlicht gar keine. Um diesen Zustand wenigstens für die Kinder etwas zu verbessern, nähe ich mit meiner Initiative NahtZuGabe Kissen in Tierform, die gleichermaßen zum Kuscheln und zum Träumen einladen.
 
Die hier gezeigten Kissen habe ich an einem Nähtag mit der Dresdner Näherin Sophie und Frau Marabunte nach dem E-Book von Pia/Frau Mutti genäht. Pia stellt es für unsere Aktion kostenfrei zur Verfügung, ich darf es also dafür verteilen.

Aktuell läuft ja noch unsere Aktion, bei der wir Mützen und Schals/Loops/Halssocken nähen. Diese werden zum Nikolaustag an die Kinder verschenkt.

Zu Weihnachten soll es dann die Kissen geben. Damit wir es allerdings schaffen, jedes Kind mit einem Kissen glücklich zu machen, brauchen wir EURE Unterstützung: Näht mit uns, bringt die Kissen vorbei oder schickt sie mir (Adresse im Impressum)! Gemeinsam schaffen wir viel mehr!


Verlinkt beim Creadienstag.

Dienstag, 24. November 2015

Mini-Modelleisenbahn für Regentage

Obwohl mir gerade die Sonne so auf den Schreibtisch scheint, dass ich auf dem Bildschirm kaum noch etwas erkennen kann, ist es um diese Jahreszeit draußen oft kalt und ungemütlich. Dann müssen wir immer ganz schön überlegen, was wir am Wochenende machen, wenn Wald, Wiese und Radfahren ausgeschlossen sind. Als ich neulich noch so über ein nettes Sonntagsprogramm nachdachte, hatte mein Großer schon eine wunderbare Idee: Mit viel Geduld und Genauigkeit zeichnete er ein A-4-Blatt voller kleiner Schienen, Weichen und Kurven. Anschließend kopierte er das Ganze mehrmals und zerschnitt es in Quadrate. Diese ließen sich nun ganz nach Belieben zu einem großen Streckennetz zusammenlegen. 

Wir legten ein großes Brett und eine alte Pinnwand auf den Tisch, um unsere "Eisenbahnplatte" später heil transportieren zu können. Auf dem rauen Material hafteten die Papierstücke gut und verrutschten nicht so leicht.
Nun konnte es losgehen: Die Jungs dachten sich den Schienenverlauf aus und bauten drauflos. Ich besorgte derweil von Balkon- und Zimmerpflanzen kleine Äste, die mit etwas Knete als Standfuß Bäumchen ergaben. Dann durchsuchten wir die Kiste mit den Ü-Ei-Figürchen nach Bewohnern und kleinen Autos, Flugzeugen und natürlich Zügen. Die Straßen habe ich mit Maskingtape im Straßendesign aufgeklebt.

Das war ein schöner Spaß! Wird die Bahn wieder abgebaut, brauchen die Papierschnipsel nur ganz wenig Platz in einem Kästchen oder einer Dose. Bis sie beim nächsten Spiel wieder zum Einsatz kommen!

Die Vorlage darf ich euch hier zum Download bereit stellen.
Verlinkt beim Creadienstag.

Viel Spaß beim Spielen und Bauen! Der nächste Regensonntag kommt bestimmt.


Freitag, 13. November 2015

12 Bilder und viele Blumen

Zum Geburtstag meines kleinen Schulkindes letzte Woche gab es natürlich viele schöne Blumen, die uns jetzt in der ganzen Wohnung verteilt erfreuen. Der Strauß, den ich euch heute zeige, gehört allerdings nicht dazu. Den habe ich nämlich ganz für mich allein geschenkt bekommen. 

Sind die Rosen nicht wunderschön? Wie für eine Prinzessin gemacht, finde ich!


Und dann gibt es noch einen kleinen Tagesüberblick von gestern. Warum erst heute? Weil ich gestern Abend so vernünftig war, lieber ins Bett zu gehen als noch weiter am Rechner zu bleiben und Blogposts zu schreiben. Das schaffe ich nicht oft, aber es rächt sich am nächsten Tag immer sehr. 

Nun also mein 12.11.2015:

Mein Wecker klingelt 5:30 Uhr. Draußen ist es noch stockfinster. Auch dann noch, als ich nach einem Minifrühstück eine Stunde später mit dem Rad zur Schule fahre. Im Stadtpark kommen mir so viele Radfahrer entgegen, dass der Weg aussieht wie eine Straße voller Autos, nur eben mit immer nur einem Frontscheinwerfer. Im Schwimmbad sind bereits Menschen - mich würde um diese Uhrzeit und bei den Temperaturen niemand ins kalte Wasser kriegen.
Um sieben Uhr, also noch vor dem Unterricht, habe ich ein Gespräch mit Klassenlehrerin, Ärztin, Pfleger und Klinikschullehrerin. Es läuft gut und ich hoffe, die Übergabe, Eingewöhnung und Zusammenarbeit klappt auch weiterhin.
Auf dem Rückweg radle ich durch den sehr herbstlichen Großen Garten in die Altstadt. Es geht an der Frauenkirche vorbei Richtung Schloss. Vor der altwehrwürdigen Kulisse schließe ich meinen Drahtesel an und suche mir ein warmes Plätzchen in einem der vielen Cafés dort. Nach einer Weile stößt auch meine Freundin dazu und wir gönnen uns ein leckeres zweites Frühstück (daher morgens nur die Minivariante). Wir tauschen uns hauptsächlich über die Schule und ihren Deutschkurs für Flüchtlinge  aus. Anschließend treffen wir uns mit ihren Schülern in der Buchhandlung, denn sie wollen sich ein Wörterbuch zulegen. Nachdem wir das gesamte arabisch-deutsche Sortiment durchgesehen haben, entscheiden sich die Männer für das kleine gelbe Langenscheidt. Nebenbei lerne ich ein paar Zahlen und Wörter auf Arabisch - und vergesse alles gleich wieder. 
Nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause (bei dem ich mich wärmer angezogen habe, da die gefühlte Temperatur mit der Wettervorhersage "nicht so ganz" übereinstimmt) mache ich mich noch einmal auf in die Schule. Im Gepäck habe ich den neuen Drachen, ein Geburtstagsgeschenk des kleinen Schulkindes. Ich habe versprochen, heute nach dem Unterricht mit ihm an die Elbe zu fahren und den Drachen dort auszuprobieren.
Während es am Vormittag sehr windig war, regt sich nun kein Lüftchen mehr. Aber egal, der leichte Drachen fliegt trotzdem, wenn auch nicht so hoch und so lange. Und die Kulisse der Dresdner Altstadt ist sowieso unvergleichlich. Als es langsam dunkel wird, machen wir uns wieder auf den Heimweg, schließlich stehen noch einige Hausaufgaben an. Wir kommen an der Synagoge vorbei, neben der anlässlich der Reichskristallnacht am 9. November zahlreiche Kränze niedergelegt wurden. Ich erkläre meinem Sohn, was es damit auf sich hat, wir reden lange. Solche Dinge sind schwer fassbar, für Kinder wie für uns Große gleichermaßen.
Wieder zu Hause, stärken wir uns noch mit den Donuts, die ich am Vortag gebacken habe. Dann setzen sich die Kinder an ihre Schulsachen und später vor den Computer. Ich nehme mir das erste der vier Fotobücher vor, die ich für Weihnachten schaffen möchte. Ich habe auf den vielen runden Geburtstagen meiner Familie in diesem Jahr viel fotografiert und möchte die Erinnerungen daran gern verschenken. Das erste Buch schaffe ich sogar fast komplett, nur der Text fehlt noch.
Gegen 22:30 Uhr falle ich schließlich ins Bett, die spätestmögliche Zeit, um am folgenden Tag einigermaßen ausgeruht und nervenstark zu sein.

Verlinkt bei Friday-Flowerday und 12 von 12.

Montag, 9. November 2015

Alles Liebe zum Neunten!!!

Das absolute Highlight unserer Woche war natürlich der 9. Ehrentag unseres kleinen Schulkindes, das nun wirklich nicht mehr klein ist! 

Sein großer Tag begann - wie immer bei uns - damit, dass wir gemeinsam zur Küchentür gingen. Dahinter war der Geburtstagstisch aufgebaut. Schnell huschte ich hinein, um die Kerzen anzuzünden, dann betraten wir alle gemeinsam den Raum. Vor dem Geburtstagstisch blieben alle stehen, sangen gemeinsam "Wie schön, dass du geboren bist", dann durften die Kerzen ausgepustet und die Geschenke ausgepackt werden. Das waren bei uns diesmal als Hauptgeschenk ein neues Radio mit CD, weil das Geburtstagskind Hörspiele liebt, sein Kinderradio aber ein für allemal den Geist aufgegeben hat. Dazu zwei neue Hörspiele von den Olchies und dem Magischen Baumhaus. Außerdem gab es ein Paar Schlittschuhe, die er für den Schlittschuhunterricht in der Schule braucht. Als gemeinsames Familienerlebnis werden wir außerdem im Winter noch einmal mit den Schlittenhunden wandern gehen. Mal sehen, ob wir diesmal Schnee haben.

Das Beste am Geburtstag waren allerdings nicht die Geschenke, sondern:

* der Besuch der besten Freundin aus Leipzig
* die Übernachtung des besten Schulfreundes
* das Zerlegen des alten Radios
* die selbstgemachte Zuckerwatte als Geschenk vom großen Bruder

Der Große hatte sich vorher lange Gedanken gemacht, was er schenken könnte, und kam dann auf die Idee, einen Beitrag zur Feier zu leisten. Die Deko vielleicht? Oder ein paar Kartentricks für alle Gäste? Doch dann setzte sich ein ganz anderer Gedanke in ihm fest: Zuckerwatte sollte es sein!
Er recherchierte, wo und zu welchem Preis man die benötigte Maschine ausleihen konnte. Schnell stellte er fest: Eine kleine zu kaufen kostet wesentlich weniger als das Ausleihen, denn da gibt es nur die großen für Jahrmärkte, die wir nicht einmal transportieren könnten. 
Wir bestellten also ein entsprechendes Exemplar inkl. der bunten Tütchen-Stiele. Ein paar Tage vor der Feier packte der Große alles aus, reinigte es und machte die ersten Versuche. Es klappte von Anfang an wunderbar. Nun kam die schwerste Aufgabe: Nix verraten! Immer wieder zwinkerten wir uns verschwörerisch zu und sagten Dinge wie "Hach, wird das ein SÜSSER Geburtstag werden!" :-)

Zwischen Kaffee und Abendessen der Familienfeier verzog sich der Große dann in die Küche und bereitete alles vor. Als dann die ersten Gäste mit perfekt flauschig-süßer Zuckerwatte durch die Wohnung liefen, machten alle große Augen. Vor allem die jüngeren Gäste waren begeistert und holten sich Nachschub, bis wir Sorge hatten, dass das Bauchweh gibt :-)

Eine weiter Besonderheit der Feier war, dass ich nicht ein Stück Kuchen selbst gebacken habe. Quarktorte und Geburtstagsrührkuchen machte der Lieblingsmann, ein Blech Apfelstreusel bestellte ich bei der Schwiegermutter und eine optisch und geschmacklich traumhafte Mousse-au-Chocolat-Torte bestellten wir beim Konditor. Ein Familiengeburtstag, ich backe nix und siehe da: Es geht auch ;-)


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Ein ganz besonderes Haus

Ich gehe nicht arbeiten. Das kleine Schulkind geht nicht zur Schule. Stattdessen verbringen wir seit vergangener Woche unsere Zeit hier in diesem Haus:

Wir wissen auch nach anderthalb Jahren intensiver Therapie und Diagnostik noch nicht einmnal ansatzweise, was unserem Kleinen fehlt und was ihm so große Schwierigkeiten bereitet. Es ist schwer, dabei nicht die Zuversicht zu verlieren. Immer wieder denke ich, dass wir trotz aller Mühen noch überhaupt nichts erreicht haben und vielleicht nie mehr wissen werden als jetzt. Trotzdem müssen wir uns immer wieder aufrappeln und weitermachen. Wir haben schon so ziemlich alles ausprobiert, was es gibt (inkl. Kinderpsychotherapie, Ergotherapie, Neurofeedback, Intensivdiagnostik der Ohren, Augen und der Wahrnehmungsverarbeitung, LRS-Überprüfung, Halswirbeleinrenkung weit weg für viel Geld, Gespräche mit Lehrern, anderen Eltern, Kinderarzt, amtlichem Psychiater uvm.) - ohne Ergebnis. Immer hieß es nur: irgend etwas ist mit ihrem Kind, aber wir sind uns nicht sicher, was es genau ist. AD(H)S, LRS, Wahrnehmungs- und -verarbeitungsstörungen, alles war schon im Gespräch, nichts konnte einwandfrei diagnostiziert werden. Fragen wie "Haben Sie schon einmal über Autismus nachgedacht?" oder "Hatte das Kind vielleicht Sauerstoffmangel unter der Geburt?" haben uns zwar nicht weitergebracht, aber sehr verunsichert. Ungefragte Ratschläge von "Das Kind braucht nur mal ordentlich eins auf den Po!" über "ADHS gibt's doch gar nicht, lasst ihn zum Sport gehen, dann ist alles wieder gut" bis hin zu "Da haben Sie wohl eine ganze Menge falsch gemacht in der Vergangenheit!", helfen ebenfalls nicht weiter, machen aber wütend und sprachlos - und verstärken das Gefühl, mit den Problemen alleine dazustehen. 

Nun also Kinderpsychiatrie. Kleines Schulkind und ich. Und fünf andere Familien. Sechs Kinder, die nicht in diese Welt passen. Eltern, die alles versucht haben, aber gescheitert und verzweifelt sind. Ein Team, das versucht zu helfen und eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Nichts an dem kleinen Haus direkt an der Elbe erinnert an ein Krankenhaus. Bilder an den Wänden, Window Color an den Fenstern, Herbstdeko auf dem Tisch, ein gemütliches Sofa, Kaufmannsladen und Eisenbahn auf dem Teppich, die Schränke voller Spiele und Playmobil. 
Und doch: Wie zu Hause fühle ich mich hier nicht. Der Tag ist eine Mischung aus Hektik und Langeweile. Und dem Gefühl des Fremdbestimmtseins. Wann ich wo sein muss und mit wem, wann es essen gibt, welche Regeln für das Einräumen des Geschirrspülers gelten - nichts davon kann ich selbst bestimmen. Dabei ist mir das sehr wichtig und ich fühle mich sehr schnell unwohl, regelrecht eingesperrt, wenn es nicht so ist. Die anderen sind mit sich selbst beschäftigt und fremd. Alle duzen sich, sind freundlich, ein großer Teil der Aktivitäten findet gemeinsam satt. Und trotzdem: Sechs Wochen Zusammenleben mit Menschen, die größtenteils so ganz anders sind als wir. Mit denen ich in meinem Leben sonst höchstwahrscheinlich keinerlei Kontakt hätte. Außer den Kindern gibt es keine Berührungspunkte. Ich gebe zu, dass mir das schwer fällt. Ich gebe zu, dass ich manchmal den Gedanken: "Na, kein Wunder..." bekämpfen muss. Was auch daran liegt, dass ich mich zu gern abgrenzen würde von den Eltern mit solchen Problemen. Weil ich sie selbst so gern gar nicht hätte. Weil ich mich dafür schäme. Weil ich mir selbst vorkomme wie diejenigen, auf die man mit dem Finger zeigt und sagt: "Na, kein Wunder, bei DEN Eltern."
Familienglück sieht anders aus.


Regina

Dienstag, 14. Juli 2015

DIY Minion-Kuchen

Da mein kleines Schulkind am letzten Tag der zweiten Klasse auch seinen letzten Tag in der alten Schule hatte (eine neue Schule ist allerdings noch nicht in Sicht, aber das ist eine andere Geschichte...), habe ich zum Abschied einen Kuchen gebacken. Gewünscht war vom Kind ausdrücklich ein Minion.

Hier möchte ich euch zeigen, wie ich das gemacht habe:

1. Einen Rührkuchen nach eurem Lieblingsrezept in einer normal großen Springform backen.

2. Nach dem Auskühlen nach der Skizze zuschneiden.

3. So sieht die Form dann aus.

4. Eins der Teile naschen, das andere halbrund schneiden und als Füße unten an die runde Form legen.

5. Aus Puderzucker, Milch und gelber Speisefarbe einen möglichst dicken Guss herstellen und auf dem Kuchen verstreichen. Dabei den Teil mit der Hose nur dünn bestreichen. 

6. Fondant blau einfärben, dünn ausrollen und die Hose daraus schneiden. (Oder die Hose ebenfalls aus blauem Zuckerguss aufstreichen, dann vorher keinen gelben Guss an den betreffenden Stellen auftragen!)

7. Zwei Oblaten (ca. 5 cm Durchmesser) mit einem Lebensmittelfilzstift als Augen bemalen und auf den gelben Zuckerguss kleben, solange dieser noch nicht fest ist.

8. Die Hosentasche mit dem Logo ebenfalls mit dem Filzstift aufmalen.

9. Dunkle Schokolade schmelzen, in eine Dekorierflasche füllen (oder einen Zahnstocher zu Hilfe nehmen) und damit Haare, Brille, Mund und Hände aufmalen.

10. Die Füße mit dunkler Schokolade bestreichen.

11. Tadaaa! Fertig!!!


Ab damit zum Creadienstag und euch allen einen schönen Tag!

Samstag, 11. Juli 2015

Schuljahresendsonnenblume

 
Auf unserem Küchentisch steht gerade nur ein einziges Freitagsblümchen - aber das hat eine Geschichte: Die schöne gelbe Sonnenblumenblüte gehörte bis vorgestern noch zu einer Sonnenblume im Topf, hübsch verziert mit buntem Bast und einem kleinen Frosch aus Filz. Sie war zum Verschenken gedacht, die Klassenlehrerin des großen Schulkindes sollte sie bekommen. Die Übergabe war fürs Schulsommerfest geplant, da konnte ich das nämlich selbst machen, denn das Kind meinte, in seinem Alter bringe man den Lehrern nichts mehr mit. Leider erwischte ich die Lehrerin nicht. Drei Stunden lang lief ich also mit meinem Blümchen über den Schulhof, kostete mich durch den Kuchenbasar, zog mit dem kleinen Schulkind Lose, drehte am Glücksrad, schaute ihm beim Origami über die Schulter, beim Bogenschießen auch. Das Blümchen immer dabei. Zum Essen und Bezahlen musste ich es abstellen, dabei kippte es ständig um, es stürmte nämlich ziemlich an dem Tag. Den letzten Umsturz hat es nicht überlebt - die Blüte brach ab. 
Zehn Minuten später sah ich dann die Lehrerin. War ja klar. Das demolierte Blümchen wollte ich ihr aber nicht mehr schenken. Nun steht es also bei uns. Und für die Lehrerin ist der Mann noch spät abends in den Supermarkt gefahren, der täglich besser wird, und hat eine Orchidee erstanden. Weil das große Kind nun doch gern etwas mitnehmen wollte (wie es uns kurz vor 22 Uhr erklärte).
Das hätten wir auch einfacher haben können *lach*.

Gestern Nachmittag bekam die Blume dann noch etwas Gesellschaft: Hier war Zeugnistag und da gibt es traditionell ein kleines Geschenk für die Kinder, in der Regel ein Buch. Diesmal begleitet von Eintrittskarten für zwei verschiedene Veranstaltungen, die Interessen gehen da nun doch "langsam" auseinander. 

Lustige Freundschaftsgeschichten fürs kleine Schulkind, ein fabelhafter (und witzig geschriebener!) Chemie-Bildband fürs große. Und Minions-Tic-Tacs, so süß! :-)


Habt ein schönes Wochenende!!!


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