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Donnerstag, 23. April 2015

Welttag des Buches

Es gibt ja für vieles einen speziellen Tag und nicht immer erschließt sich mir da der Sinn (z.B. beim Tag der Joggingshose). Aber der heutige Tag hat eine wunderbare Botschaft, hinter der ich voll und ganz stehe:

LEST MEHR BÜCHER!

Die vor zwei Jahren von zwei Bloggerinnen ins Leben gerufene und mittlerweile riesig große Aktion Blogger schenken Lesefreude möchte ich auch dieses Jahr wieder unterstützen und einige Bücher unter meinen Leser_innen verlosen. Einige Exemplare stammen aus meiner Rezensentinnentätigkeit für die Bücherkinder, einige finde ich so toll, dass ich sie extra für euch erworben habe.

Und diese Exemplare gibt es heute zu gewinnen:

* 2 Kreativbücher: Das superdicke "365 Basteltage" mit ebenso vielen Ideen aus Alltagsmaterialien für kleine und mittelgroße Hände. Bestens geeignet für Menschen, die sonst eher nicht so viel basteln. Außerdem die "Herbstwerkstatt" der Sachenmacher mit vielen tollen Ideen rund um bunte Blätter, Kürbis & Co. Auch für versierte Bastler finden sich hier viele neue Inspirationen.
* Faszinierende "Experimente für Kinder", ein schöner Mix aus den witzigen Geschichten rund um Erfinderfrosch Hieronymus, ersten einfachen naturwissenschaftlichen versuchen und fundierten Erklärungen dazu.
* "Poppy, der Piratenhund", ein Vorlese- bzw. Erstlesebuch mit großer Schrift und vielen Bildern, das von einer Familie und ihrem Hündchen Poppy erzählt.
* Das süße und witzige Bilderbuch von "Lester und Bob", der etwas eitlen Ente und ihrem gutmütigen Bärenfreund Bob, gleichzeitig schlicht und herzerwärmend illustriert vom Meister Ole Könnecke.
* Zum Vor- und Selberlesen für Grundschulkinder ist die Geschichte rund um Luc, der den Umzug seiner Eltern in ein kleines Kaff gar nicht gut findet, dann aber mit anderen aus dem Dorf die BMX-Bande "Superjumper" gründet.

* Das wunderbare Bilderbuch im Comicstil "Lehmriese lebt" von Anke Kuhl, das ich auf der Buchmesse in Leipzig live von der Autorin und Illustratorin in ihrer Lesung erleben durfte und vom ersten Augenblick großartig fand! (hier nur das Plakat zum Buch, daher so dünn *lach*)

Ihr möchtet eins dieser Bücher bald euer Eigen nennen? Dann kommentiert hier bei mir oder schreibt mir eine Mail bis zum Sonntag, den 26. April 2015, 24 Uhr. Teilnehmen dürfen alle volljährigen Personen mit einer Adresse in Deutschland, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Donnerstag, 9. April 2015

Romanrezension "Der Holundergarten"

Cover: Bloggdeinbuch.de

Sie hat ihn angehimmelt, seit sie denken kann. Dann, mit 14, kam es zum ersten Kuss auf einem Kostümfest. Das Problem: Sie war maskiert und er weiß bis heute nicht, wer die süße kleine Schäferin mit den weichen Lippen war. Sie hat es ihm auch nie verraten, war er doch der begehrteste Junge des Dorfes und noch dazu einige Jahre älter als sie. Chancen also gleich Null. 
So richtig ist Luisa nie über ihren Jugendschwarm Rafael hinweggekommen, hat sich eher mit dieser Dauersehnsucht arrangiert. Dabei war es durchaus hilfreich, dass er nicht lange nach dem Kostümfest mit einem Verdacht konfrontiert wurde, der ihn aus dem Dorf getrieben hat. Nie wieder wollte er einen Fuß in diesen Ort setzen, dessen Bewohner ihn derart hintergangen hatten. Doch mit Mitte Dreißig bleibt ihm nichts anderes übrig, als noch ein letztes Mal zurückzukehren, um die Gärtnerei seiner verstorbenen Schwester abzuwickeln. Das Geschäft führt nun aber Luisa - und die will sich weder ihre Lebensgrundlage wegnehmen lassen noch die sorgsam verbarrikadierten Gefühle wieder aufleben lassen. Doch beides steht mit Rafaels Rückkehr auf der Kippe...

Die Story vom Heimkehrer mit dunkler Vergangenheit, der dann wider alle Erwartungen Gefallen an der alten Heimat im Allgemeinen und einer jungen Dame im Besonderen findet, ist nicht neu. Irgendwie zieht sie aber immer wieder. Den Titel "Holundergarten" finde ich nicht so wahnsinnig einfallsreich, vor allem, da es in den letzten Jahren sehr viele Romane mit Pflanzen im Titel gab. Deshalb hatte ich, ehrlich gesagt, auch einen sehr seichten Roman erwartet. Macht nix, les ich zwischendurch auch gern mal. Das Buch von Susanne Schomann hat mir allerdings richtig gut gefallen und ich konnte es kaum wieder aus der Hand legen. Die wirklich spannende Handlung rund um Rafael, Luisa, ihre Familien und Freunde und das kleine Dorf in der Lüneburg Heide hat mich eine ganze Nacht Schlaf gekostet. Die Geschichte war längst nicht so eindimensional, wie Titel und Titelbild vermuten ließen, richtig spannend, mit viel Gefühl und einer sehr überraschenden Wendung. Und Bücher, in denen ER so geschildert wird, dass man sich glatt selbst verlieben könnte, mag ich sehr. Ein Happy End brauch ich sowieso fürs gute Gefühl. Die "dunkle Vergangenheit" von Rafael war mir zwar etwas zu dick aufgetragen, etwas weniger Drama hätte der Geschichte auch nicht geschadet. Auch Luisas Schwärmereien von ihm könnten direkt aus einem der Romanheftchen stammen, die sie so gern liest. Aber sonst fand ich das Buch wirklich schön und habe es sehr gern gelesen. Im Nachwort wird ein zweiter Teil davon versprochen, auf den freue ich mich schon.

Der Holundergarten von Susanne Schomann
Ein Ebook aus dem Verlag Mira Taschenbuch


Montag, 16. März 2015

Bücherglück

Heute mal Bücherglück statt Alltagsfreuden :-) Ich habe nämlich meinen Freitag im Mekka der Bücherliebhaber verbracht: Auf der Leipziger Buchmesse! Fast neun Stunden lang - von der Eröffnung morgens 9:30 Uhr bis zur Schließzeit um 18 Uhr - bin ich abwechselnd zwischen Bücherregalen abgetaucht und habe mir tolle Texte von den Autoren vorlesen lassen. Hier ein paar Eindrücke (die weniger tollen Bilder stammen vom Handy):

Lange Bücherregale, noch längere Glastunnel von Halle zu Halle, Buchfaltkunst passend zum Inhalt und Hinweisschilder zu den Vorleseinseln - das alles ist ganz typisch für die Buchmesse.

Ich lauschte Anke Kuhl ("Lehmriese lebt!"), Frank Maria Reifenberg ("60 Sekunden"), Sabine Ludwig ("Mädchentausch"), Holly-Jane Rahlens ("Blätterrauschen"), Sonja Kaiblinger ("Scary Harry"), Hannah Simon ("Felix oder 10 Dinge, die ich an dir liebe") und Baris Uygur ("Flucht aus dem Höllenhof"). Falls euch die meisten Titel oder Autoren unbekannt vorkommen: Ich war fast ausschließlich in Halle 2 unterwegs - bei der Kinderliteratur.

Das herrliche Bilderbuch im Comicstil "Lehmriese lebt!" hat Anke Kuhl für mein kleines Schulkind signiert und noch seine Lieblingsfigur dazu gezeichnet.

Die Menschenmassen waren der Wahnsinn, aber in der Kinderbuchhalle war es erträglich und bei den Lesungen immer noch ein Plätzchen frei. Ich habe den Tag sehr genossen, war abends allerdings völlig fertig.

Zu guter Letzt zeige ich euch noch meine Ausbeute:

Die drei Bücher ganz links waren gratis, die beiden in der Mitte sind für meinen Kleinen, die beiden ganz rechts für mich zum Lesen und vom "Frühstücksglück" haben hier natürlich alle etwas :-) Was in den beiden Schachteln unten links ist, ziege ich euch ein andermal.
Nicht im Bild sind einige schöne 2015er-Kalender, die verschenkt wurden, sowie die kleine Lesehilfe in Walform. Das ganz rechts ist übrigens ein großer Schaumstoffwürfel, den ich an einem Schulbedarfsstand gekauft habe.

Freitag, 27. Februar 2015

Unverschlüsselt. Eine Rezension


Nach einem sehr leseintensiven 1. Halbjahr 2014, in dem ich Bücher nur so verschlungen habe, und der intensiven Lese- und Schreibphase meiner Bachelorarbeit im letzten Sommer war mir lange Zeit gar nicht mehr nach Lesen zumute. Ein Buch nach dem anderen lieh ich mir in der Bibliothek aus und brachte es vier Wochen später ungelesen zurück. Auch hatten mich im vergangenen Jahr mehrere Bücher derart gefesselt, dass ich von den Geschichten einerseits gesättigt war und zweitens keine Themen auffindbar waren, die mich ähnlich reizen konnten.
Dann aber hörte ich von einem Buch, in dem es um eine nahe Zukunftsvision unserer digitalen Welt gehen sollte - und das reizte mich dann doch. Ich überlegte schon, mir das Buch zu kaufen, als es im Rezensionsportal Blogg dein Buch angeboten wurde. Ich erhielt den Zuschlag und durfte Unverschlüsselt aus dem E-Book-Verlag dotbooks probelesen.

Zum Inhalt:

In nicht allzu ferner Zukunft, im Jahre 2052 nämlich, ist das Leben in einigen Bereichen völlig verschieden von dem, das wir jetzt gerade führen. Allerdings fliegen die Menschen nicht, wie in der SciFi-Literatur sehr beliebt, in protonenbetriebenen Raumgleitern durch gigantische Wolkenkratzerszenarien oder ernähren sich per Tablette. Sie leben wir wir - und doch ganz anders. Alles ist mit allem, jeder mit jedem virtuell verknüpft. Die Straßenlaternen melden, welches Smartphone gerade an ihnen vorbeigetragen wurden, der riesige Flachbildschirm bietet rund um die Uhr ein nutzerangepasstes Informations- und Unterhaltungsprogramm und der Kühlschrank bestellt selbstverständlich völlig automatisch Milch, Butter und Bier nach. Alle teilen alles, alle verdienen dabei und die so zukunftsangstbesetzte Diskussion um Datenschutz und Urheberrecht ist längst überwunden. Natürlich hat diese unglaublich bequeme und fast schon sorglose digitale Revolution auch ihre Schattenseiten - und der Faktor Mensch ruiniert wie eh und je auch noch die schönste Idylle. Denn, wie sagte schon Berthold Brecht so treffend: "Alle guten Ideen scheitern an den Leuten". Wie wahr.

Mein Eindruck:

Das in diesem Buch von Albrecht Mangler entworfene Szenario wirkt sehr glaubhaft, es könnte wirklich die direkte Folge der aktuellen Entwicklung sein. Allerdings schafft es der Autor, viel größer und freier zu denken, als es im Moment bei den Musikkonzernen und Datenschutzrechtlern der Fall ist. Als Kind der heutigen Zeit mit ihren Kino-Raubkopier-Gefängnis-Spots, GEMA-gesperrten Youtube-Videos und Kopierschutztechnologien, die tlw. sogar das Abspielen gekaufter CDs verhindern, hatte ich anfangs etwas Mühe, Manglers Ideen zu folgen. Einige, wie z.B. die Tattoo-Downloads und den 3-D-Druck nicht gegenständlicher Dinge, konnte ich gar nicht nachvollziehen, denn mit einem Download bzw. einer App ist es ja dabei  nicht getan, oder? Auch fällt mir die Vorstellung schwer, jeder könnte an jedem geteilten Inhalt verdienen. Wäre das ein kleines Zubrot oder gar ein Verdienst, der zum Lebensunterhalt reicht? das wird nicht näher erläutert.
Witzig für unsere Generation wird es, als Manglers Protagonisten beginnen, für ein Filmprojekt über die "10er Jahre", also genau unsere Zeit heute, zu recherchieren. Alles, was wir heute als völlig selbstverständlich kennen, entdecken sie erst und amüsieren sich nicht selten über unsere Rückschrittlichkeit und Zukunftsangst. Die Sorgen um unsere Daten, das Führen von Einkaufslisten, Flyer nur mit Bildern und Texten statt mit eingebetteten Videos - darüber können sie nur schmunzeln. Leider kenne ich von der Musik, die sie angeblich authentisch aus der heutigen Zeit besorgen und in ihrem Film verwenden, keine einzige Band. So kann ich nicht einschätzen, ob sie ausgedacht oder aber Underground- oder Szene-Gruppen sind. Allen bekannte aktuelle Radiomusik zu verwenden, wäre in meinen Augen lustiger gewesen.
Dennoch ist Manglers Szenario im Ganzen gut nachvollziehbar und gibt gleichzeitig zu denken, in welche Richtung wir uns entwickeln wollen. Denn die Bequemlichkeit hat ganz klar auch ihre Nachteile und ersetzt Individualität und Freiheit durch Dauerüberwachung und Konformität.
Besonders hervorheben möchte ich noch das Ende des Romans, das völlig unerwartet und sehr cool daherkommt!
Trotz einiger kleinerer Schwachstellen ist das Buch durchaus empfehlenswert und kurzweilig.


Samstag, 20. Dezember 2014

20. Türchen: Buchtipp für größere Kinder

Weihnachtsbücher gibt es ja wie Sand am Meer. Die meisten widmen sich entweder der klassischen Weihnachtsgeschichte, sind für ganz Kleine oder in Form von Krimis oder Satiren für Erwachsene geschrieben. Ein ganz herrlich schräges und kurzweiliges Weihnachtsbuch für ältere Kinder hat der bekannte deutsche Autor Andreas Steinhöfel verfasst:


Kurz vor Heilig Abend rumpelt es gewaltig, die Decke gibt nach und dann liegt plötzlich ein riesiger, echter Elch mitten auf dem IKEA-Tisch und begräbt Omas leicht angebrannte Plätzchen unter sich.Nachdem die Familie den ersten Schreck überwunden hat, stellt sich der Elch mit samtweicher Stimme als Mr. Moose vor und erzählt seine Geschichte. Der Sohn ist über den neuen Freund sehr glücklich, die große Schwester hat reichlich Gelegenheit, ihre intellektuellen Fähigkeiten einzubringen (oder heraushängen zu lassen *ggg*) und der Charmeur alter Schule aka Mr. Moose wickelt nicht nur Mama, sondern auch noch die hartgesottene Kampfemanze aus dem Nachbarhaus um den kleinen Finger.
Wir haben beim Lesen dieses kleinen Büchleins jedenfalls alle herzhaft gelacht, inkl. des Teenies! Und wer hier besondere Fähigkeiten hat, kann sich beim Vorlesen wunderbar am amerikanischen Akzent des Elches austoben!


PS.: Für alle Dresdner: Wir haben unser Exemplar gerade in die Stadtbibliothek zurückgebracht. Es kann also neu ausgeliehen werden.

!!! Bis heute Abend 24 Uhr habt ihr übrigens noch die Möglichkeit, in das Lostöpfchen fürs pickepacke voll gepackte Weihnachtsüberraschungspaket und für die hangenähten Tannenbäumchen für euren Christbaum zu hüpfen! Nicht verpassen! 



Donnerstag, 4. Dezember 2014

4. Türchen: Die besten Online-Adventskalender

Auf diversen Websites und in sozialen Netzwerken kann man ja aktuell quasi in Adventskalendern baden wie Onkel Dagobert ins einem Gold. Leider beschränken sich die meisten, vor allem von Firmen, Shops etc. auf Gewinnspiele und Rabattaktionen, die man täglich wieder anklicken kann. Ein paar besonders schöne Kalender mit "richtigem" Inhalt habe ich aber auch gefunden und die möchte ich euch heute vorstellen:

* Mein Favorit: Jeden Tag erzählt der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen auf seiner Facebook-Seite einen Witz.

* Jeden Tag eine Nähanleitung gibt es im Shop Näähglück von Sophie, der Dresdner Senkrechtstarterin des Jahres, wenn's um Anleitungen und E-Books geht.

* Bei Näherinnen sehr bekannt und beliebt ist der jährliche Taschennähkalender von Farbenmix (den ich noch nie geschafft habe *ggg*).

* Verschiedene Vorlesegeschichten und andere Überraschungen rund um Kinderbücher gibt es beim Thienemann-Verlag.

* An jedem Adventssonntag öffnet sich der Link zu einem Text des Klavierkabarettisten Bodo Wartke, für mich einer der großartigsten aktuellen deutschen Künstler.

* Einen weihnachtlichen Text kann man sich jeden Tag auf  Adventskalender.net vorlesen lassen.

* Die Frauenzeitschrift Brigitte hat jeden Tag ein kleines DIY, Rezept o.Ä. für ihre Leserinnen.

* Computerfreaks freuen sich über die kostenlose Software inkl. Spiele-Vollversionen, die hinter jedem Türchen des PC-Magazins Chip und der Website heise.de warten (aber Achtung, jede Version steht nur 24 h lang zum Download zur Verfügung!).

* Eine tolle Spielerei ist der Santa Tracker von Google: In dem Interaktiven Online-Spiel kann jeder den Weg des Weihnachtsmannes um die Welt verfolgen, etwas über Weihnachtstraditionen rund um den Globus erfahren und täglich ein Türchen öffnen, hinter dem es ein Spiel, einen kleinen Trickfilm, Musik und vieles mehr gibt.

Viel Spaß beim Türchenöffnen!

Freitag, 21. November 2014

Rezension "Keine Angst, es ist nur Liebe"

Mein neuestes Buch des Rezensionsportals Blogg dein Buch ist der Roman "Keine Angst, es ist nur Liebe" der Österreicherin Marlies Zebinger. Das im Feuerwerke-Verlag erschienene Werk erzählt die Geschichte von Anna Maria Elisabeth Rogner und ihrem neuen Schwarm. Es könnte eine ganz normale Liebesgeschichte sein - wären da nicht Annas Panikattacken, die sie regelmäßig heimsuchen. Zusätzlich hat ein trauriger Schicksalsschlag ihr Vertrauen in sich selbst und in andere Menschen so nachhaltig gestört, dass sie sich neuen Begegnungen und vor allem Beziehungen völlig verschließt. Daran ändert sich auch nichts, als sie Matts kennen lernt und der immer intensiver um sie wirbt. Und dann ist da auch noch die Angst vor der Angst...

Auf 269 Seiten beschreibt Marlies Zebinger nicht nur die Beziehung zwischen Anna und Matts, sondern vor allem auch ihre eigene Geschichte rund um ihre Ängste. Viel Raum nimmt dabei ihr eigenes Erleben, ihre Auseinandersetzung mit dieser veränderten Wirklichkeit und ihre Therapie ein. Berichtet die Ich-Erzählerin von den Sitzungen bei ihrer Therapeutin, wechselt die fiktive, narrative Struktur zu biographischen Schilderungen und Einblicken in mehr oder weniger reelle Therapiesituationen. So sinniert Anna bspw. über eine Mitteilung ihrer Therapeutin: "Ganz weggehen würde sie nie mehr meine Angst, meinte sie dann noch, denn das sei eben die Ausdruck meines Körpers bei Stress und Problemen und Veränderungen und Druck." und gibt Einblicke in einzelne Sitzungen: "Danach sollte ich Gegenstände aussuchen, welche symbolisch für die verschiedenen [...] mir eigenen Ressourcen sind, die ich gegen die Angst zur Verfügung habe." Daneben denkt die Protagonistin sehr viel über sich, ihr Leben, ihre Diagnose und den Sinn des Lebens allgemein nach - und teilt diese Gedanken mit den Lesern. Das kann zuweilen ziemlich anstrengend sein; man bekommt stellenweise das Gefühl, einen Ratgeber zum Thema Selbstwertgefühl und Lebenssinn zu lesen. Leider stören diese Sinnfragen und Krankheitsschilderungen den Fluss der Liebesgeschichte, während wiederum die Beziehungskiste mit Matts das ernste Grundthema des Buches trivialisiert.

Obwohl ich Schilderungen solcher Lebenssituationen sehr schätze, damit Nichtbetroffene das Erleben der Betroffenen nachvollziehen können und einen kleinen Einblick in deren Leben bekommen (was hier auch sehr gut funktioniert!), finde ich die Vermischung mit der fiktionalen Geschichte in diesem Fall nicht so gelungen. Eine Entscheidung für entweder das eine oder das andere wäre hier passender gewesen. Leider muss ich auch anmerken, dass ich das Buch sprachlich nicht besonders ausgereift fand. Man merkt beim Lesen deutlich, dass es von einem literarischen Laien verfasst wurde und das Ziel des Schreibens doch eher die Aufarbeitung der eigenen Krankheitsgeschichte als die Schöpfung von Literatur war. Das ist zwar sympathisch, liest sich aber nicht so richtig gut und ist immer wieder recht anstrengend. Hinzu kommen Bandwurmsätze, lange und häufig redundante Aufzählungen, fehlende Kommata und der zu häufige Griff zu Wortketten à la "Sowieso-immer-besser-Wisser", die -sparsamer eingesetzt - durchaus ein nettes Stilmittel bilden.

Anfangs etwas irritierend, später aber besonders interessant sind die österreichischen Begriffe, die man als deutscher Leser nicht unbedingt kennt und manchmal erraten, manchmal sogar googeln muss. Zu den erstgenannten gehören die Kassa und der Mistkübel, zu letzteren der Vogerlsalat und die Frittatensuppe.

Insgesamt finde ich das Buch ganz gut, wenn man sich aus Sicht einer Angstpatientin in ihre Erkrankung einlesen möchte. Wer einen guten Liebesroman sucht, findet jedoch anderswo sicher den größeren Lesegenuss.

Montag, 8. September 2014

Drogen & Literatur

Hier ist es gerade ziemlich ruhig. Im Blog, meine ich. Das hat mehrere Gründe. Erstens nutze ich seit meinem Geburtstag den PC nur noch äußerst selten zum Surfen im Netz, sondern lieber mein neues Smartphone. Zum Lesen ist das auch ganz fein, bloß eben nicht zum Schreiben. Zweitens sitze ich nach wie vor an meinen letzten schriftlichen Arbeiten fürs Studium. Und drittens habe ich vor allem mit dem kleinen Schulkind derzeit dermaßen viele Termine, dass ich fast jeden Tag ab dem frühen Nachmittag irgendwo in Dresden unterwegs bin. Ein einstündiger Termin kostet mich immer mindestens drei Stunden Zeit. Auch die Organisation und das In-Ordnung-Halten der Schulsachen braucht noch viel Begleitung meinerseits und etwas Spielzeit möchte vor allem der Kleine ja auch noch mit mir haben. Und schon ist wieder Abendbrotzeit und der Tag fast rum. Wenn ich dann vom Vorlesen beim großen Schulkind komme, ist es halb oder dreiviertel neun und ich bin zu nicht viel Sinnvollem mehr zu gebrauchen. 
Außerdem wühlt mich unsere derzeitige Lektüre ziemlich auf - ganz im Gegensatz zu meinem Sohn. Wir lesen, auf seinen Wunsch hin, gemeinsam Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Dieses Buch hat mich bereits vor 20 Jahren sehr geschockt, als ich es mit 14 gelesen habe. Meine Mutter hatte es mir damals als Gegenpol zu dem geschenkt, was ich zu dieser Zeit am liebsten gelesen habe: Harmlose, rosarote Mädchenbücher, am liebsten Internatsgeschichten. Hanni & Nanni und vor allem Dollystanden ganz oben auf meine Favoritenliste. Ich habe diese Welt in den Büchern so geliebt, dass ich schließlich selbst ins Internat wollte. Ich! Das heimwehkrankeste Kind überhaupt. Das Kind, das sich selbst von den Großeltern weinend hat abholen lassen und seinen Kuschelhasen überall mit hinschleppte. (Er liegt auch heute noch in meinem Bett und sieht mit seinen 33 Jahren ziemlich ramponiert zerliebt aus.) Da hat sich meine Mutter wahrscheinlich gedacht: "Das Kind muss endlich mal was Ordentliches lesen, etwas, das eher der Realität entspricht als dieser Heile-Welt-Kram." Später bekam ich dann noch Die Weiße Rose geschenkt.
Christiane F. schildert ihren Weg in die Abhängigkeit schonungslos und ich finde ihre Berichte als Mutter und als Mädchen oft schwer auszuhalten. Dennoch denke ich, dass jede(r) Jugendliche die "Kinder vom Bahnhof Zoo" lesen sollte, weil es massiv eindrücklich schildert, wie der Weg von der ersten Zigarette bis in die tiefe Heroinabhängigkeit aussehen kann, wie schwer bis unmöglich der Ausstieg ist (und warum das so ist) und was Drogen wirklich mit einem Menschen, seinem Körper, seinen Vorstellungen, seinem Leben und seinen Beziehungen machen. Ich selbst war im vergangenen Jahr im Rahmen einer Studienexkursion der Sozialen Arbeit in einer Suchtklinik und fand es dort kaum auszuhalten, so sehr hat es mich belastet.
Ich hoffe jedenfalls, dass mein Sohn - sollte er jemals in die Verlegenheit kommen, so etwas auszuprobieren - an Christiane F. und ihre Freunde denkt. Ich sehe ihn da nicht in Gefahr, weil er alles andere als ein Mitläufer ist, alles und jeden hinterfragt und bisher nichts tut, nur weil andere es tun oder von ihm wollen. Aber ich sehe auch, welche gesellschaftliche Akzeptanz Drogen und Suchtverhalten heute haben. Nikotinsucht gilt als Persönlichkeitsrecht, Raucher als cool, rauchen in Gegenwart von Kindern (im Auto, im Tragetuch, in der Wohnung etc.) als Sache der Eltern und nicht als das, was es wirklich ist: Körperverletzung! Auch in Filmen wird wieder deutlich mehr geraucht, ist mein Eindruck, vor allem im deutschen Kino. Alkohol gibt es immer und überall, schon junge Schüler schleppen Rucksäcke voll davon mit zur Klassenfahrt (wie Lehrer und Schüler berichten), "Vorglühen" vor Partys ist scheinbar die Normalität, mit peinlich-besoffenen Fotos brüstet man sich heutzutage bei Facebook und kassiert reichlich "Likes" dafür. Das führt dazu, dass fast ein Fünftel der 12- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Monat im Vollrausch ist, wie der Spiegel berichtet. Ich finde das eine grauenhaft hohe Zahl, die noch schlimmer ist, wenn man sich vergegenwärtigt, wie jung die Kinder und Jugendlichen noch sind! Eigentlich dürften sie laut Jugenschutzgesetz noch nicht einmal trinken! Aber das scheint, wie auch beim Zigatettenverkauf, viele Läden nicht davon abzuhalten, ihnen die Sachen zu verkaufen, das habe ich selbst schon oft genug miterlebt. Und leider auch, wie Omas und Uromas schon kleinen Kindern Alkohol geben, etwa in Form von Eierlikör im Pudding, immer gern mit Hinweis, die eigenen Kinder hätten das auch schon bekommen und "es hat ja noch keinem geschadet". Arrrgh! (Was musste ich mir da alles anhören von wegen "Hysterie" und "Überbehüten", als ich das für meine Kinder abgelehnt habe!)
Shishabars sprießen wie Pilze aus dem Boden und scheinbar denkt sich keiner was dabei, sondern es wird Wasserpfeife geraucht wie andere Kaugummi kauen oder ein Bonbon lutschen. Auch Erwachsene, vor allem Studenten und im Beruf erfolgreiche Menschen, greifen zahlreichen Berichten zufolge immer häufiger zu Aufputschmitteln (am Morgen) und Schlafmitteln (am Abend), was beides sehr schnell zur Abhängigkeit führt und Körper und Geist stark in Mitleidenschaft zieht. Auch erinnere ich mich noch gut an meine Jugendzeit, in der das Schreckgespenst Ecstasy allgegenwärtig war, vor allem im Zusammenhang mit Techno, Disco & Loveparade. Dessen Platz hat heute wohl die Droge Crystal eingenommen. Schlimm finde ich auch die saisonalen Artikel in Frauen- und Lifestylezeitschriften zum Thema "Kater". Jedes Jahr an Silvester und zum Karneval sind die Zeitschriften voll mit Tipps, wie man den Kater am "Tag danach" in den Griff bekommt. Den Rat, einfach nicht so viel zu trinken, habe ich noch NIE gelesen!

Eine wirklich traurige Entwicklung, bei der ich nur hoffen kann, dass ich meine Kinder stark genug erziehe, um etwaigen Verführungen und Gruppenzwängen zu widerstehen, denn mehr hat man als Eltern kaum in der Hand. Die angeblich so coolen Freunde, Bilder und Filme wirken einfach stärker als jeder elterliche Appell an die Vernunft.

Tja, mit solchen Gedanken schlage ich mich also nun herum, da mein Großer langsam, aber sicher in Richtung Pubertät marschiert. Ich gebe zu, der Gedanke macht mir Angst und ich fühle mich gar nicht darauf vorbereitet. Aber es wird wohl wie mit allem sein, was mit Kindern und Erziehung zu tun hat: Man wächst Stück für Stück hinein und tastet sich im "Trial-and-Error"-Verfahren so durch ;-) Meine Mutter hat immer gesagt: "Die Kinder sind den Eltern immer einen Schritt voraus." Wie wahr!

Und damit entlasse ich euch wieder und wünsche euch einen gedankenvollen Montag!

Dienstag, 22. Juli 2014

Rezension "The Fault in our Stars"


Wenn ein Buch bereits verfilmt wurde,überlege ich es mir ja - ehrlich gesagt - zweimal, ob ich es noch lese oder den einfacheren Weg ins Kino gehe. Genau das war auch bei meinem aktuellen Blogg-dein-Buch-Rezensionsexemplar The Fault in our Stars aus dem Randomhouse-Verlag der Fall. Allerdings habe ich mich fürs Buch entschieden und den Film erst angeschaut, als ich es durchgelesen hatte. Und ich habe es nicht bereut!

The Fault in our Stars ist der englische Originaltitel des Buches, das auf Deutsch unter dem Titel "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" veröffentlicht wurde und seit ein paar Wochen eben auch im Kino läuft.

Zum Inhalt: Hazel ist 16 und hat seit drei Jahren Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge. Mithilfe eines Sauerstofftanks in einem kleinen Trolley kann sie ein einigermaßen normales Leben führen, bleibt aber meist zu Hause. Ihr Eltern zuliebe, die sie gern ein wenig mehr unter (jungen) Menschen sehen würden, nimmt sie an einer Selbsthilfegruppe für jugendliche Krebspatienten in der örtlichen Kirchgemeinde teil. Dort trifft sie auf Augustus, der seit der Amputation eines Beines als geheilt gilt. Langsam kommen sich die beiden näher, obwohl Hazel dagegen ankämpft, hält sie sich doch selbst für eine Zeitbombe", die jeden Moment explodieren und alle um sie herum in Trauer stürzen kann.
Das alles klingt ziemlich grauenhaft (und ist es in der Realität sicher auch). Die Besonderheit dieses Buches liegt für mich aber - neben dem virtuosen Schreibstil des Autors John Green - in der Art, wie er Hazels und Augustus' Geschichte erzählt: Heiter, ironisch und hoffnungsvoll. Kein Mitleid, kein Tapferkeitsmythos, einfach das Leben und die Gefühle zweier junger Menschen, die sich ineinander verlieben - mit allem Glück und allem Leid, was dazu gehört.
Schwierig beim Lesen des englischen Buches war manchmal der medizinische Kontext, aber ich denke, den hätte ich im Deutschen ebenso wenig verstanden. Und es ist auch gar nicht so wichtig, ganz genau zu wissen, um welche Behandlungsform oder Krankheitsart es sich nun handelt. 
Hazel und Augustus wachsen einem beim Lesen unwillkürlich ans Herz, so sympathisch sind die beiden. Dass das Buch aus Hazels Perspektive geschrieben ist, verstärkt die Identifikation mit ihr noch. Gut gefallen hat mir auch, dass meine Ausgabe des Buches mit Bildern aus dem Film ausgestattet war. So waren die Protagonisten für mich von Anfang an die Filmdarsteller und ich hatte beim Anschauen des Films nicht diesen eigenartigen Bruch zwischen meinem eigenen, beim Lesen entstandenen Bild und dem auf der Leinwand.
Obwohl ich Hazel und August auch gern noch länger begleitet hätte, hat der Roman in meinen Augen  genau die richtige Länge. Ich habe schon viele Bücher gelesen, die für meinen Geschmack einfach ein paar Schicksalsschläge oder überraschende Wendungen zu viel aufwiesen, bevor das - meist lange vorhersehbare - Ende kommt. Hier ist die Balance zwischen Spannung und Genuss genau richtig und das Ende sehr überraschend. 
Um ein wenig von John Greens Schreibstil zu illustrieren, den ich so mochte, hier einer meiner Lieblingssätze: "Lidewij drove a clunky gray Fiat with an engine that sounded like an excited four-year-old girl." Ebenfalls wunderbar poetisch: "The sun was a toddler insistently refusing to go to bed: It was past eight thirty and still light."
Eine ganz wunderbare Geschichte, die mir sehr ans Herz gegangen ist, und die ich ganz bestimmt noch einmal lesen werde. Und auch den Film würde ich gern noch ein weiteres Mal sehen.

Ich gebe also eine ganz klare Leseempfehlung für dieses Buch, ob nun auf Englisch oder Deutsch!!!

Freitag, 13. Juni 2014

Leckereien mit Gartenkräutern

Diese Woche geht es mir zum Glück wieder besser, gleichzeitig habe ich mir aber noch ein bisschen Arbeitspause verordnet. Deshalb ist Zeit für ruhige, nette Dinge, die mir einfach nur gut tun. So habe ich z.B. wieder mal ein bisschen in der Küche gewerkelt, nachdem die ganz große Hitze vorbei war. Inspiriert wurde ich dabei von meinem neuen Kreativbuch:

Neben tollen Rezepten für allerlei Köstlichkeiten mit Kräutern gibt es zu jedem einzelnen Rezept die passende Verpackungsidee. Und die sind ganz und gar nicht gewöhnlich und können sich wirklich sehen lassen!

Entstanden sind Mediterrane Grissini und Kräutersenf aus dem Buch, außerdem meine besten Lieblingscookies und Erdbeer-Blaubeer-Konfitüre:


Ein Teil der Sachen macht sich auf den Weg zu eienr Freundin, die gerade eine schwere Zeit durchmacht. Vielleicht bringt es ein bisschen Freude und eine kleine Atempause in ihre Tage:

Mir haben sowohl das Stöbern im Buch als auch das Rühren, Kochen und Backen viel Spaß gemacht und weitere Projekte sind bereits geplant. Ich kann das Buch Aromatische Geschenke mit Kräutern wirklich sehr empfehlen und werde mir bestimmt noch das eine oder andere mehr aus dieser Reihe zulegen.

Und damit wünsche ich euch ein schönes Wochenende, ganz in Ruhe oder bei einem der zahlreichen Festivals des Sommers!

Dienstag, 17. Juli 2012

Noch mehr Geschenke!

Zuerst einmal möchte ich euch ganz ♥-lich für die vielen lieben Grüße und Glückwünsche, Karten, Mails und Kommentare zu meinem Geburtstag danken!!! Ich habe mich über jeden einzelnen sehr gefreut!!!

Die tolle Häkelkarte oben gab es aber nicht zum Geburtstag, sondern schon ein Weilchen früher, drinnen stecken noch süße Babybilder einer kleinen neugeborenen Maus. Danke dafür, liebe Kerstin!

Auch dieses "süße" Geschenk lag schon vor einer Weile völlig überraschend in meinem Briefkasten. Meine Familie wollte sich sofort auf den Inhalt stürzen - doch der war ganz anders als erwartet. In dieser Milka ist nämlich keine Schokolade - es ist ein Stiftemäppchen, das mit die liebe Anja geschenkt hat. Ich hatte ihre "süßen Werke" schon oft auf ihrem Blog bewundert und nun hab ich selbst eins. Toll! Danke!!!


Und dann wollte ich euch noch zeigen, was ich zur Zeit lese:

Goethes "Faust" als total aktueller Comic - einfach genial!!! Ich will mehr davon!

"Die Dienstagsfrauen" und den Nachfolger "Sieben Tage ohne" kann ich euch nur wärmsten empfehlen! Ich habe beide Bücher verschlungen und sehr, sehr gern gemocht!!! Frauenromane ohne Kitsch, dafür mit sehr interessanten Charakteren, in denen sich bestimmt jede(r) wiedererkennt. Auch den dicken Wälzer "Das Licht des frühen Tages" habe ich verschlungen. Frauen mitten im Leben, Schicksalsschläge, die Suche nach sich selbst - sehr bewegend, wie ich finde!

Und das hier wurde mir von meinem Großen zum Lesen hingelegt. Vor allem das Vorwort solle ich mir durchlesen, da steht nämlich, warum Tiere für Kinder so gut sind... :-)
Weiß ich doch. Nur - im Moment brauche ich echt nichts, was noch mehr Arbeit und Dreck macht und Geld braucht...irgendwann vielleicht mal...


So, jetzt wünsche ich euch erstmal einen schönen Tag, trotz des Mistwetters sonnige Laune und alles Gute!

Liebe Grüße!

Dienstag, 29. November 2011

Adventskalender für Ingenieure

Bis gestern hatte ich noch vor, meinem Mann wieder den vor einigen Jahren aus Filz und Taschen-Chiffonband genähten Adventskalender zu füllen. Bis ich Amberlights Kalenderidee sah. So toll!!! Das wollte ich auch machen! Und da ich nicht mit einem Mathematiker, sondern mit einem Ingenieur verheiratet bin :-), habe ich die Idee etwas abgewandelt:

Vorbereitungen mit Taschenrechner, Tafelwerk und Fachbüchern

Präsentation des Ergebnisses stilecht mit Tafelwerk & Taschenrechner (beides wird er brauchen, wenn er ans Süße ran will!)

Ein paar Beispiele der Aufgaben. Knifflig, knifflig.


Der Kalender besteht aus einer Mandarinenkiste und schlichten weißen Frühstückstüten, die ich mit Klebeband in Reißverschlussoptik verschlossen und an die ich anschließend die Aufgaben angeklammert habe. Rundherum habe ich die Kiste mit Kopien aus Lehrbüchern, Fachzeitschriften und Formelsammlungen beklebt.

Beim Fotografieren des Kalenders stellte ich fest, dass unsere Kamelie blüht. Ob ich ihr mal flüstern sollte, dass sie völlig neben der typischen Kalemienblütezeit liegt? ;-)

Die Spannung hier kaum ausgehalten! Direkt anschließend Band 2 bestellt! In nur einer Woche ausgelesen! Und nun? Wann erscheint Band 3???
EDIT: Ahh, ich lese gerade, Erscheinungstermin des 3. Teils dieser Trilogie ist im November 2012!!! Das hat man nun davon, wenn man Band 2 unmittelbar nach seinem Erscheinungstermin kauft. 1 Jahr warten...


Liebe Grüße & noch eine schöne Woche!

Sonntag, 20. November 2011

Neue Lieblingslektüre

Ich komme nicht mehr oft zum Lesen, erst recht nicht einfach nur zum Vergnügen. Meistens wird es dann doch ein Buch fürs Studium oder was über Kinder und Erziehung. Manchmal ist das auch ein und dasselbe ;-). Dann habe ich aber vor einigen Monaten in der Buchhandlung eine Leseprobe bekommen - und verschlungen! Ich hatte vor, mir das Buch als Belohnung nach einer bestimmten Prüfung zu kaufen. Blöderweise war ich krank und konnte die Prüfung nicht mitschreiben. Keine Prüfung, keine Belohnung. Und in der Bibliothek war es natürlich auch dauerhaft ausgeliehen. Bis letzte Woche, denn da habe ich es mir reservieren lassen. Und hatte es innerhalb weniger Tage durch. Ich finde es so toll! Und warte nun sehnlichst auf die Fortsetzung, denn es hörte an einer extrem spannenden Stelle auf!
Und hier ist es:


Der Inhalt:
Eine Gesellschaft in der Zukunft. Leitende Funktionäre bestimmen aufgrund jahrelanger Beobachtungen udn Berechnungen das leben jedes einzelnen Bürgers. Selbstverständlich nur zu seinem besten. Wer sich an die Regeln der Gesellschaft hält, den erwartet ein langes, gesundes Leben. Heutige tödliche Krankheiten wurden komplett ausgerottet, niemand stirbt mehr an Nierenversagen oder Krebs. Der Preis dafür: Das Essen wird für jeden einzelnen in großen Fabriken zubereitet und zugeteilt. Keine Kalorie zu viel oder zu wenig. Erbkrankheiten, Kinderarmut o.Ä. sind ebenfalls unbekannt, da die Partner füreinander bestimmt und keinesfalls selbst ausgewählt werden. Selbst Beruf und Wohnort werden von der Gesellschaft ausgesucht, nicht vom einzelnen Individuum.
Wer jedoch nicht ins Schema passt oder sich eines "Vergehens" schuldig macht, wird gnadenlos aussortiert: Kein Partner, kein guter Job, kein guter Wohnort.
Cassia, die 17-jährige Protagonistin dieser Trilogie, hat die Wahl: Ihr vorbestimmtes, angenehmes Leben mit einem wundervollen Ehemann, mit dem sie jahrelange Freundschaft verbindet. Oder ein schmerzhafter und möglicherweise aussichtsloser Kampf um ein Leben an der Seite ihres Geliebten und Seelenverwandten, der jedoch zu den "Aussortierten" der Gesellschaft gehört.

Die deutsche Fortsetzung erscheint erst Mitte Januar. Viiiel zu lange! Zum Glück ist aber das englische Original schon auf dem Weg zu mir :-).

Und wenn es dann da ist, kann ich es mir mit meinen neuen, kuscheligen Lieblingshausschuhen von hier auf dem Sofa gemütlich machen und endlich weiter schmökern! Sind die nicht süß?! :-)




Ich wünsche euch allen einen gemütlichen Sonntag!

Samstag, 29. Oktober 2011

Leckere Herbstküche: Äpfel, Nüsse & Kürbis

Nur zwei Tage waren wir in Kita, Schule, Hochschule und Beruf, und nun ist schon wieder Wochenende, inkl. dem Feiertag am Montag (Reformationstag, den haben nur wir Sachsen).
Während mein Mann freitags immer an all das denkt, was er diese Woche wieder nicht geschafft hat, drehen sich meine Gedanken beim nahenden Wochenende fast immer ums Essen ;-). Sprich: Was kochen wir denn heute, morgen, übermorgen? Und wer kauft wann dafür ein?
Heute habe ich mich für ein richtiges Herbstessen entschieden, das nicht nur lauter saisonale Zutaten enthält, sondern auch noch die Farbenpracht der Bäume draußen widerspiegelt: Ein Kartoffel-Apfel-Kürbis-Gratin. Sehr lecker, bloß nicht besonders fotogen *lach*. Daher ohne Bild.

 
Zum Kaffee gibt es dann ebenfalls herbstlich Gebackenes, nämlich Apfel-Karamell-Walnuss-Muffins nach meinem eigenen Rezept. Am allerschönsten daran finde ich, ehrlich gesagt, die Förmchen. In die hatte ich mich neulich im Buchladen (!) verliebt, sie mussten einfach mit. Und was sollte da anderes hinein als etwas mit Äpfeln?! Mit den passenden Apfelaufklebern (ebenfalls aus dem Buchladen) hab ich fix noch kleine Stecker gebastelt.

 

Gestern Abend ist dann noch eine Kalenderhülle für eine Kommilitonin entstanden, die meine so toll fand. Als Farben waren Schwarz, Lila und Türkis gewünscht. Wenn ich mir die Hülle jetzt so anschaue, ist sie auch recht herbstlich geworden. Woher das bloß kommt? :-))


Und damit mir die Idee auch ja nie ausgehen *ggg*, habe ich gestern mal wieder die Regale der nächsten Stadtteilbibliothek geplündert. Das ist meine Ausbeute (neben zahlreichen Kinderbüchern und -Hörspielen):


Und dann muss ich euch noch die zuckersüßen Einladungen zeigen, die ich hier für den Kindergeburtstag meines Kleinen bestellt habe. Sie sind extra so konzipiert, dass auch kleine Kinder möglichst viel mitmachen und ausfüllen können, ganz ohne schreiben zu können. Sie kreuzen an, wie alt sie werden, malen entsprechend viele Kerzen auf dem Muffin aus, zeichnen sich und dem Gastkind ein Gesicht und Haare, kreuzen an, wo die Feier stattfindet uvw. Ich bin sehr begeistert!


 Liebe Grüße!!!
 
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