Heute gibt es seit Langem mal wieder einen Wiesenstrauß bei den
Freitagsblümchen. Gepflückt habe ich ihn im Dresdner Stadtpark, dem Großen Garten, der im Frühjahr lange Zeit nicht gemäht wird und deshalb ein paar richtig hoch gewachsene, wilde Wiesen zu bieten hat.
Auf jedem durch die Wege getrennten Wiesenabschnitt wuchsen andere Blumen und Gräser, das fand ich sehr interessant.
Zum ersten Mal entdeckt habe ich auch diese Walderdbeeren am Parkrand, direkt neben dem Zaun zum Botanischen Garten. Da der Park allerdings auch als Gassi-geh-Ort bei Hundebesitzern sehr beliebt ist, habe ich mich nicht getraut, die Beeren zu plücken.
Ganz zufällig war ich übrigens nicht im Park unterwegs. Nachdem nämlich der Stress auf Arbeit und zu Hause überhand genommen hat, ging bei mir irgendwann gar nichts mehr und ich musste mich krank melden. Auch nach zwei Wochen Ruhe bin ich noch nicht wieder richtig fit und belastbar. Der Rat meiner Ärztin lautete: "Sie gehören nicht ins Bett. Sie gehören in den Wald!" Oder an die Elbe. Hauptsache Natur. Ziellos. Den Kopf frei bekommen. Und überlegen, wie ich mein Leben in Zukunft etwas entlasten und entschleunigen kann.
Tja, und deshalb bin ich heute ganz langsam durch den Park spaziert, mitten durchs hohe Gras, über die von Sonne und Regen dampfende Wiese, bis meine Jeans bis zu den Knien durchweicht war. Habe mit den Fingerspitzen die Regentropfen von den Gräsern gestreift - und mir meinen Wiesenstrauß gepflückt. Und mir vorgenommen, mir selbst täglich mindestens eine halbe Stunde Natur-Auszeit zu verordnen.
Das Wetter soll ja am Wochenende endlich weniger nass werden, das sind doch prima Voraussetzungen!
Macht euch ein feines Frühsommerwochenende und erholt euch gut!