Samstag, 5. April 2014

Rosarot beschürzt


In einigen Spätabendschichten ist diese Woche eine Schürze entstanden. Allerdings nicht für mich, sondern für des Lieblingsmannes Großmutter, die demnächst stolze 90 Jahre alt wird. Zu so einem Anlass etwas Schönes zu schenken, ist ja gar nicht so leicht. Da Schürzen für Frauen dieser Generation aber ein ganz und gar nicht aus der Garderobe wegzudenkendes Kleidungstsück darstellen, kam mir diese Geschenkidee. Trotz Omas Vorliebe für praktische Nylonkittel habe ich das Ganze etwas hübscher und feiner gestaltet ;-) Eine Sonntagsschürze sozusagen:

Eine kleine Tasche muss sein. Hier mit einem Stück Lieblingswebband verziert.

Oberteil mit Abnähern und extra breit genäht für "wohlgeformte" Frauenkörper (wie es die Oma gern nennt).

 Für die Säume habe ich einen meiner liebsten Zierstiche verwendet: Die Blätterranke

Noch einmal die Ranke, diesmal in Rot und am Oberteil.

Und zum Schluss noch ein Komplettbild mit Modell :-)

Als Muster für diese Schürze diente mir übrigens das Modell Daisy Dot Apron von Sew4Home. Auf dieser Seite finden sich - wie der Name schon sagt - viele Ideen und Anleitungen für Nähereien rund um den Haushalt, von Dutzenden Schürzenmodellen über Tischdecken bis hin zu Kannenwärmern, Toasterabdeckungen und natürlich Topflappen. Manche Modelle wirken dort zwar arg bieder und zeigen ein Idealbild der Hausfrau aus den 50er Jahren (schaut euch nur mal diese und diese hier an *ggg*), aber die Auswahl ist groß und die Anleitungen bis auf die für uns etwas ungewohnten Inchangaben sehr durchdacht.

Ich hoffe sehr, dass mein Geschenk bei der Omi gut ankommt und wünsche euch noch ein wunderschönes Wochenende!

Freitag, 4. April 2014

Kinderbuchrezension: Die Super Jumper


Ab und zu bewerbe ich mich beim Buchrezensionsdienst Blogg dein Buch nicht um ein Buch für mich, sondern um eines für meine Söhne. Als ich die Kurzbeschreibung für die Super Jumper aus dem Coppenrath-Verlag gelesen hatte, fand ich sofort, dass das Buch prima zu meinem Großen passen könnte. Schön, dass es mit der Bewerbung auch geklappt hat und wir das Buch bekommen haben!

Abbildung von Bloggdeinbuch.de

Was ist wohl mit Abstand das Schlimmste, was einem bekennenden Großstadtkind passieren kann? Genau: Die Eltern beschließen, ins Grüne zu ziehen. Neues Haus, neue Schule, keine Clique mehr und erst recht keine BMX-Strecken - so sieht der wahr gewordene Albtraum für Gian-Luca aus, der sich - ganz cool - nur LUC nennt. Die anderen Kinder sind eh nur langweilige Landeier, pardon, "Vorstadtzombies", allen voran der Klassenstreber Justus in seinen unmöglichen Klamotten. Da seine Eltern eh nur mit ihrer neuen Gärtnerei beschäftigt sind, zieht Luc alleine los und trifft dabei auf eine Menge schrulliger Typen und vor allem auf eine alte Tongrube, die alle anderen BMX-Parcours in den Schatten stellt. Mit Hilfe des unkonventionellen und jung geblieben Vaters von Justus und seines herrlich chaotischen Fahrradschuppens kommen auch die anderen Jungs zu coolen Bikes. Doch dann taucht ein plötzlich Mädchen auf und Luc wird verdonnert, mit ihr den Nachmittag zu verbringen... Mit Lucs Worten: "Als wir hierhergezogen sind, hab ich mich gefühlt, als ob mich einer mit 'nem fiesen Tritt in den Hintern auf einen fremden Planeten geschossen hätte."

In top aktuellem Neongrün und mit Zeichnungen im Comicstyle kommt das neue Buch von Autorin Antje Szillat poppig und für die Zielgruppe sehr ansprechend daher. Die 168 Seiten in mittelgroßer Schrift lesen sich flott, perfekt für ein Regenwochenende oder eine Bahnfahrt zu Oma und Opa. Kim Schmidts Illustrationen bringen auch in schwarz/weiß wunderbar die Coolness der Jungstruppe und das BMX-Feeling rüber. Aber das mit Abstand Beste an diesem Buch ist für meinen 11-Jährigen, "dass die da genauso reden wie wir in der Schule, so cool und so." Klar, denn Fahrräder sind hier "Bikes", Sprünge mit dem Rad "Jumps", Dinge einfach nur "Teile" und wenn einen etwas nicht interessiert, "geht es ihm grad völlig ab". Mein Mann fand das beim Vorlesen ziemlich anstrengend, ich hingegen mag als Vorleserin derartige Sprachstilvorlagen richtig gern. Es macht mir großen Spaß, mich so richtig in diesen Slang hineinfallen zu lassen. Lediglich die obercoole Aussprache von Justus' Vater fand ich gewöhnungsbedürftig, weil es in meinen Augen einfach nicht passt, wenn ein Vierzigjähriger auf jugendlich macht. Aber zu den Jungs, alle so um die zwölf Jahre alt und in diesem Alter natürlich extrem auf ihre Außenwirkung bedacht, passt es wirklich gut.

Am Ende des Buches gibt es sogar ein kleines Glossar der BMX-Fachbegriffe, falls "Axle Peg" und "Hangover Toothpick" nicht zum Alltagsvokabular des jungen Lesers gehören *ggg*.

Vom pädagogischen Wert her mag ich die Idee, dass Luc mit einer Menge Vorurteile und Klischees in seiner neuen Heimat ankommt und diese dann Stück für Stück abbaut und widerlegt sieht: Reiche Kinder müssen keine abgehobenen Schnösel sein, Mädchen können auch noch etwas anderes als mit Barbies spielen und die Welt geht nicht unter, wenn sich mal etwas im Leben verändert.

Eine Minikritik gibt es noch für den Klappentext, der etwas größere Erwartungen schürt, als das Buch tatsächlich erfüllen kann. Ich habe zumindest im ganzen Buch auf dieses ganz Besondere, Ungewöhnliche gewartet, das Luc angeblich geschehen soll, denn: "Was mir dann passiert ist, Leute, das glaubt mir keiner" und "Luc. Nicht von diesem Planeten." Vielleicht hab ich ja zu viel Fantasie, aber ich habe diese beiden Äußerungen mit einer Zeitreise, einem Besuch von Außerirdischen oder Ähnlichem assoziiert.

Wir können das Buch für alle zwischen 9 und 12 wirklich empfehlen, und zwar nicht nur für Jungs. Zwar spielt neben den Müttern der Kindern nur ein einziges Mädchen mit, aber das hat.... Ach nee, das verrate ich lieber noch nicht! :-)
Die Fortsetzung, die im Juni erscheinen wird, würden wir jedenfalls sehr gern auch wieder lesen!

Donnerstag, 3. April 2014

Natürliche Osterdeko


Nach einigen Jahren der Dekoartikelflut verwende ich seit einer Weile nun am liebsten Naturmaterialien zum Verschönern von Haus und Garten. Das sieht nicht nur schön aus, sondern verkleinert die Müllberge und auch die Aufbewahrungskisten. In den letzten Wochen habe ich für ein kleines Osterprojekt fleißig Eierschalen gesammelt. Das ist gar nicht so leicht, wenn man sich eifrei ernährt *lach*. Zum Glück backe ich ab und zu mal für andere, so dass doch ein paar Eierschalen angefallen sind. Mein Mann hat allerdings ziemlich die Stirn gerunzelt, als er die Eierschalen nicht wegwerfen durfte, sondern zusehen musste, wie sie neben der Spüle immer mehr wurden. Er hat wohl befürchtet, dass sie zwar gesammelt, aber letztendlich aus Zeit- oder Motivationsgründen nie verwendet werden. Ist ja nicht so, dass ich immer alles schaffen würde, was ich mir so an kreativen Projekten vornehme... Ich nehme an, ihr kennt das *ggg*.



Als mir dann aber gestern beim Einkaufen am Obst- und Gemüsestand ein Bündel Birkenzweige über den Weg lief, war das Projekt "Osterkranz" gerettet. Zuhause formte ich einen Teil der Zweige zum Kranz. Als ich merkte, dass der so gar nicht rund werden wollte, weil einige Zweige zu stark zum Biegen waren, machte ich kurzerhand ein Ei daraus. Passt ja auch prima! Dann noch die Heißklebepistole angeworfen und die Eierschalen aufgeklebt und zum Schluss ein schönes Schleifchen drangebunden - fertig. Jetzt kann ich mich bloß nicht entscheiden, wo das Ei hin soll. Ans Fenster? Auf den Balkon? Oder doch als Osterdeko zu den Blumenkübeln auf dem Hof? 


Ich mag mein Eier-Ei jedenfalls. Und mein Mann hat tatsächlich ganz ungläubig geguckt, dass die Schalen nun verbastelt sind :-)

PS.: Kleiner Wermutstropfen: Ich weiß, dass die Zweige mit dem Heißkleber dran nun nicht mehr ohne Weiteres in den Biomüll.können ... Vielleicht sollte ich mal biologisch abbaubaren Kleber mit Mehl o.Ä. anrühren... Hat das schon  mal jemand von euch probiert? Hält das mehr als nur Papier?

Mittwoch, 2. April 2014

Mein April



Im April werde ich:

* viel Sonne genießen
* meinen Balkon sommerfit machen
* gemeinsam mit einer Nachbarin den Hof verschönern
* einen 30. & einen 90. Geburtstag feiern
* einige Tage in Goslar im Harz verbringen
* eine Schürze und einen Tischläufer nähen
* meinen Rock vom Nähbloggertreffen fertig stellen
* ungeduldig die Entscheidung übers Wunschgymnasium erwarten
* fleißig weiter zum Thema Kinderliteratur arbeiten
* endlich die schon mehrfach verschobene Zahn-OP haben
* die Schule des kleinen Schulkindes mit auf Vordermann bringen
* einige Bücher rezensieren
* mich um die Osternester der Familie kümmern
* zum Wollfest nach Bad Schandau fahren
* 100 Jahre Bus in Dresden erleben

Ich freu mich drauf!

Dienstag, 1. April 2014

Hasi + Suchen = Ostern!


Ha, wie ihr seht, kann man sogar die großen Feste im Jahreskreis in Formeln ausdrücken *ggg*! In mir steckt eben eine verkappte Mathematikerin, das zeig ich bloß nicht so :-)

Für alle, die lieber Bilder als Formeln haben:

Dieses kuschelige Häschen ist nach dem Vorbild von Kerstins Suchtieren entstanden. Allerdings habe ich mich entgegen ihrer (sehr sinnvollen!) Empfehlung, Fleece zu verwenden, für den wunderbaren Baumwoll-Kuschelplüsch entschieden, aus dem ich bereits ein Hundekostüm und Kuschelhunde genäht habe. Da dieser aber - im Gegensatz zu Fleece - ausfranst, habe ich ihn mit einem zuckersüßen Pünktchenschrägband mit Häkelspitze eingefasst. Das Sichtfenster besteht aus einer eigens für diese Zwecke bestellten Klarsichttischdecke. Dazu noch einen Kopf und ein Schwänzchen dran, zwei runde Stickstiche der Nähmaschine als Augen, freihand den Mund gestickt und einen Herzchenknopf vom Flohmarkt als Näschen - fertig ist der kleine Geselle.

Im Bauch verstecken sich Plastikfüllgranulat sowie allerlei Klimperkram, der so in einem Haushalt mit Kindern anfällt: Ü-Ei-Figuren, bunte Knöpfe, Legosteine, den Elefanten, der immer an einer bestimmten Kinderschuhmarke baumelt...

Schaut er nicht lieb?

Der kleine Kerl ist einer von zweien, die ich zu Ostern an zwei kleine Jungs verschenken möchte. Wir sind zu einer großen Familienfeier - einem stolzen 90. Geburtstag - eingeladen und dem nahen Feiertag entsprechend gehe ich davon aus, dass so ziemlich jeder Gast für so ziemlich jedes anwesende Kind etwas Süßes dabei hat. Um nicht ohne Osterüberraschung, aber keinesfalls mit noch mehr Süßem dazustehen, gibt es von uns diese süßen, aber dennoch zahnschonenden Häschen.
Und damit wandert der kleine Mümmelmann zum Creadienstag.

Ich möchte euch außerdem noch für eure zahlreichen und sehr, sehr lieben Kommentare und Mails zu meinem gestrigen Post danken!!! Sie zu lesen fühlt sich sehr gut an! Danke!!!

Ich geh jetzt nach draußen, die Sonne genießen (= ich hänge die Wäsche auf *lach*) und wünsche euch noch einen wunderbaren 1. April!!!

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