Heute ist es schon wieder eine ganze Woche her, dass ich mich zu einer Komplettänderung meines Speiseplans entschlossen habe. Obwohl - was heißt "komplett"? Ich versuche, so viele Dinge wie möglich auch weiterhin essen zu können, vor allem natürlich das, was ich am liebsten mag. Nur eben ohne Tier drin. Und das funktioniert besser, als ich dachte.
Hier eine kleine Auswahl:
Kaffeebesuch am Wochenende. Ich möchte meine Ernährungsumstellung weder in der Familie an die große Glocke hängen (auf die Kommentare und Diskussionen verzichte ich lieber), noch eine Extrawurst für mich braten (höhöhö, was für ein Ausspruch gerade bei diesem Thema *ggg*) und auf Genuss verzichten erst recht nicht. Also habe ich einfach eins meiner Lieblingsrezepte umgewandelt: Hefeschnecken. Das Ei habe ich ersatzlos gestrichen, was überhaupt keinen Unterschied gemacht hat, weder im Geschmack noch in der Konsistenz des Teiges. Er war so herrlich fluffig und locker! Die Milch habe ich durch Sojamilch ersetzt. Für die Füllung habe ich Zartbitterschokolade geraspelt, die enthält nämlich keine Milch. Ausrollen, mit Schoki bestreuen, aufrollen, schneiden, in eine Springform legen, backen, genießen! Mjammm!!!
Teig und Schoki vorm Backen
Etwas mehr Umstände machen da schon die Zwischenmahlzeiten, denn die bestanden bei mir bisher oft aus einem Joghurt, einem Müsli oder irgend etwas, das gerade da war (ja, auch mal ein Schokoriegel oder eine Handvoll Kekse). Sojajoghurt hab ich noch nicht probiert, aber ich will es auch nicht mit Soja übertreiben. Zudem ist es mir wichtig, die Einkäufe nicht übermäßig kompliziert zu machen, d.h., den größten Teil meiner Nahrung möchte ich weiterhin ganz normal im nächsten Supermarkt kaufen können. Da ich die kompletten Einkäufe für die ganze Familie mit dem Fahrrad ranschaffe, ist es mir zugegebenermaßen zu umständlich, dabei drei verschiedene Läden anzufahren, zumal man ja die Einkäufe der anderen Läden nicht einfach im/am Rad lassen kann, um noch irgendeine Kleinigkeit im nächsten Laden zu kaufen. Und jeden Tag einkaufen muss auch nicht sein.
Was ich allerdings sowohl im Konsum um die Ecke als auch für mich entdeckt habe, ist Vanillesojamilch. Die habe ich bereits mit Apfel püriert, was einen richtig leckeren, schön sättigenden Zwischendurch-Drink mit einer Art Apfelstrudelgeschmack ergab:
Grießbrei habe ich damit auch schon gekocht. Durch den in dem Vanilledrink enthaltenen Zucker benötigt man keinerlei Extrasüße mehr für den Grieß, er schmeckt einfach so richtig rund. Und erst die schöne Farbe! Frische oder TK-Himbeeren dazu - sehr gut!
Mittags ist es am einfachsten, finde ich. Zumindest, wenn man sowieso am allerliebsten Gemüse isst, so wie ich. Nudeln mit Gemüsebolognese sind schnell gemacht und ich liebe fruchtige Tomatensaucen! Was hier aussieht wie Parmesan, sind übrigens gemahlene Mandeln.
Ich versuche, mich jetzt zu Anfang wirklich streng ans vegane Essen zu halten, um mich daran zu gewöhnen, bin aber generell nicht dogmatisch. Wenn ich im Laufe der Zeit feststelle, dass manche Dinge einfach fehlen oder nicht schmecken, dann lasse ich es an der Stelle einfach bleiben. Ich habe außerdem nicht vor, außerhalb von zu Hause große Umstände zu machen, d.h. bei Essenseinladungen esse ich, was es dort gibt, ebenso in der Mensa oder in einem Café. Da ich aber in den nächsten Monaten fast ausschließlich zu Hause bin, ist der Zeitpunkt für diese Art Selbstversuch sehr günstig, weil ich mir mein Essen einfach immer selbst zubereite.
Mal sehen, wann ich Tofu probiere, der ist mir nämlich irgendwie nicht so ganz geheuer.
So, jetzt habt ihr einen kleinen Einblick in meinen neuen Speiseplan gewonnen. Ich hoffe, ihr findet das interessant. Und weil ich feines Essen so mag, wandert mein heutiger Beitrag gleich zu
Mittwochs mag ich bei
Frl. Pfau.
Ich wünsche euch eine schöne 2. Wochenhälfte und sende euch sonnige Grüße!
Regina