Dienstag, 25. Oktober 2016

Meine neue Hosen-Tasche

Neulich abends hatte ich spontan Lust und Zeit zum Nähen. Innerhalb von rund zwei Stunden entstand dabei diese Tasche, mein heutiges Creadienstags-Projekt. Genau die richtige Dauer für ein Projekt, wie ich finde.

Der Taschenkörper besteht aus einem aufgeschnittenen Hosenbein (wobei sich eine große Konfektionsgröße ausnahsmweise mal als Vorteil erweist *ggg*). Auch die anderen Taschenteile stammen von der Hose. So wurde der Bund zum Gurt. Details wie Knöpfe und Labels habe ich extra drangelassen, ich mag das.

Ohne kleine Innentaschen geht es nicht. Auch diese habe ich von alten Hosen abgetrennt. Die hellere links stammt von einer Kinderhose. 

An der Innenseite habe ich ebenfalls eine Kinderjeanstasche angebracht, sie hat die perfekte Größe für mein Telefon.

Deko muss sein :-) Auf dem neutralen Jeansuntergrund konnte ich mich mit Web- und Schrägband und Stickblüten so richtig austoben.




Donnerstag, 6. Oktober 2016

Ich war mal eine alte Jeans


Man nehme: eine alte Jeans (z.B. eine, die genau an der Stelle zerrissen ist, an der die "Niethose" von Jaqueline in Go Trabi go ein Loch hat *lach*). 
Man schneide beherzt eine möglichst gerade Stelle vom Hosenbein ab, mein Stück war 25 cm lang.

Auf Links wenden und die Unterkante versäubern und schließen. Da ich den unteren Teil meiner Hose inkl. Saum verwendet habe, erübrigte sich das Säumen.

Ecken abnähen, um einen Boden zu erhalten.

Gurtband oder hübsches stabiles Band jeder Art als Henkel annähen (meins ist 25 cm lang)

Henkel kreuzweise absteppen (z.B. mit Kontrastgarn in der Originalfarbe des Jeansgarnes). 

Fertig!

Oder doch lieber mit kleiner Tasche? (Die hier ist die Original-Kleingeld-Tasche der Jeans.) Und schon kann das Täschchen verwendet oder verschenkt werden. Ein feines Feierabendprojekt!


Freitag, 30. September 2016

Rosa & Violett

Ich würde ja gern behaupten, meinen Friday-Flowerday-Blumenschmuck in einem romantischen kleinen Lädchen oder auf einem Bio-Wochenmarkt zu erstehen. Allerdings stimmt das nicht: Ich nehme mir Blumen regelmäßig beim Wocheneinkauf im Supermarkt mit.

Oft sind das unscheinbare Rosenknospen, in Folie verpackt. Aber ich weiß mittlerweile, dass sie ihre wahre Schönheit erst nach ein paar Tagen in der Vase zeigen.

Auf dem Küchentisch steht dann meist noch eine Schale mit saisonalem Obst, im Moment oft Feigen. Ich liebe sowohl ihre inneren als auch ihre äußeren Werte.


Ich wünsche euch ein wunderbares Spätsommer-Herbst-Wochenende!






Donnerstag, 29. September 2016

Herbstregen

Neulich hat es tagelang geregnet. Dennoch hatte ich das Bedürfnis, die Stadt wenigstens mal kurz hinter mir zu lassen. Also habe ich mir Mann, kleines Kind, seinen Freund und meine Kamera geschnappt, alle in den Zug gesetzt und bin nach Tharandt gefahren.

Es war kühl, neblig und sehr feucht - aber so schön!

Tau, Nebel und Regen verfing sich in den Spinnennetzen, das sah fast magisch aus.

Regentropfen hängen wie glitzernder Schmuck an fast kahlen Zweigen.

Selbst das leuchtende Rot der Hagebutten hat es gegen das Nebelgrau schwer. 

 Feuchtes Grün

Rostrot leuchtet das Buchenlaub auf den Wegen.

Natürlicher Christbaumschmuck?

Einmal Eichhörnchen sein ;-)

Von Herzen

Von dieser Bank aus bietet sich an sonnigen Tagen ein toller Ausblick...

... heute sieht es so aus.
 


"Kommt mal alle schnell her! Hier hat jemand Schriftzeichen in den Baumstamm geritzt!", rief der Freund des kleinen Schulkindes. Und tatsächlich: Faszinierender könnten Aramäisch & Co. auch nicht aussehen als diese Spuren von Borkenkäfer und Kollegen.


Dienstag, 13. September 2016

Eine Decke voller Kindheit

Die Kleidung meiner Kinder war für mich nie nur eine Hülle gegen Kälte oder Schmutz. Ich habe hingegen mit vielen Kleidungsstücken besondere Ereignisse verbunden, sie Stück für Stück selbst ausgesucht, genäht, nach eigenen Wünschen bedrucken lassen oder mit den Kindern gemeinsam verschönert (vor allem Oberteile). Deshalb habe ich die schönsten oder erinnerungsträchtigsten T-Shirts nie weggeworfen, sondern "für später" aufgehoben. Dieses "später" war dann im Frühsommer plötzlich da: die Jugendweihe unseres Großen. Was würde besser passen, als ihn im wahrsten Sinne des Wortes "eingekuschelt in seine Kindheitserinnerungen" auf den Weg in den nächsten Lebensabschnitt zu schicken? Gesagt, getan. Aus 28 T-Shirts von Größe 86 bis 158 wurde eine große Tagesdecke:

Es geht links oben mit dem ältesten T-Shirt los und hört unten rechts bei einem der letzten abgelegten auf. 

Einige ausgewählte Shirts im Detail (v.o.l.n.u.r.): Die beiden oberen Teile stammen von ein und demselben Shirt, das sich unser Großer als kleines Kindergartenkind zum Indianerfest im Kindergarten selbst bemalt hat. Er gab sich selbst den Indianernamen "Rosa Stern", weshalb ich das Sternchen aus Filz appliziert habe. Das orangefarbene T-Shirt darunter war ebenfalls ein Kostüm, nämlich das eines Tigers. Da unser Sohn Kostüme eigentlich nicht mochte, habe ich sie immer aus normalen Sachen gestaltet, so dass er sich erstens nicht so verkleidet vorkam und sie zweitens auch danach noch anziehen konnte. Denn das wiederum mochte er sehr. Das grüne Shirt ist das Schul-T-Shirt der Grundschule, darunter das Shirt eines sehr berühmten Animationsfilmes und ein Mitbringsel von Papas erster Dienstreise zu den Cowboys *ggg*. Auch einige hübsche Labels der Shirts habe ich eingearbeitet.

Damit die einzelnen Shirts erstens besser zur Geltung kommen und zweitens die Vorderseite nicht nur aus labberigem Jersey besteht, habe ich jedes "Bild" mit Baumwolle gerahmt. Dafür habe ich einen Vorhang blau gefärbt, denn so große Mengen hatte ich von keinem Stoff da. Für die 7 Meter Binding musste es ja auch noch reichen.

Die Rückseite besteht aus einer sehr kuscheligen dunkelblauen Microfleecedecke, wodurch sich das Füttern mit Vlies o.Ä. erübrigte. (Der Nachteil ist, dass die Decke nun mit der T-Shirt-Seite nach unten auf der Matratze liegt, weil die Rückseite ja so schön kuschelig ist :o )

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk und mein Großer war auch total begeistert!

Deshalb: Ab damit zum Creadienstag.

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