Donnerstag, 29. September 2016

Herbstregen

Neulich hat es tagelang geregnet. Dennoch hatte ich das Bedürfnis, die Stadt wenigstens mal kurz hinter mir zu lassen. Also habe ich mir Mann, kleines Kind, seinen Freund und meine Kamera geschnappt, alle in den Zug gesetzt und bin nach Tharandt gefahren.

Es war kühl, neblig und sehr feucht - aber so schön!

Tau, Nebel und Regen verfing sich in den Spinnennetzen, das sah fast magisch aus.

Regentropfen hängen wie glitzernder Schmuck an fast kahlen Zweigen.

Selbst das leuchtende Rot der Hagebutten hat es gegen das Nebelgrau schwer. 

 Feuchtes Grün

Rostrot leuchtet das Buchenlaub auf den Wegen.

Natürlicher Christbaumschmuck?

Einmal Eichhörnchen sein ;-)

Von Herzen

Von dieser Bank aus bietet sich an sonnigen Tagen ein toller Ausblick...

... heute sieht es so aus.
 


"Kommt mal alle schnell her! Hier hat jemand Schriftzeichen in den Baumstamm geritzt!", rief der Freund des kleinen Schulkindes. Und tatsächlich: Faszinierender könnten Aramäisch & Co. auch nicht aussehen als diese Spuren von Borkenkäfer und Kollegen.


Dienstag, 13. September 2016

Eine Decke voller Kindheit

Die Kleidung meiner Kinder war für mich nie nur eine Hülle gegen Kälte oder Schmutz. Ich habe hingegen mit vielen Kleidungsstücken besondere Ereignisse verbunden, sie Stück für Stück selbst ausgesucht, genäht, nach eigenen Wünschen bedrucken lassen oder mit den Kindern gemeinsam verschönert (vor allem Oberteile). Deshalb habe ich die schönsten oder erinnerungsträchtigsten T-Shirts nie weggeworfen, sondern "für später" aufgehoben. Dieses "später" war dann im Frühsommer plötzlich da: die Jugendweihe unseres Großen. Was würde besser passen, als ihn im wahrsten Sinne des Wortes "eingekuschelt in seine Kindheitserinnerungen" auf den Weg in den nächsten Lebensabschnitt zu schicken? Gesagt, getan. Aus 28 T-Shirts von Größe 86 bis 158 wurde eine große Tagesdecke:

Es geht links oben mit dem ältesten T-Shirt los und hört unten rechts bei einem der letzten abgelegten auf. 

Einige ausgewählte Shirts im Detail (v.o.l.n.u.r.): Die beiden oberen Teile stammen von ein und demselben Shirt, das sich unser Großer als kleines Kindergartenkind zum Indianerfest im Kindergarten selbst bemalt hat. Er gab sich selbst den Indianernamen "Rosa Stern", weshalb ich das Sternchen aus Filz appliziert habe. Das orangefarbene T-Shirt darunter war ebenfalls ein Kostüm, nämlich das eines Tigers. Da unser Sohn Kostüme eigentlich nicht mochte, habe ich sie immer aus normalen Sachen gestaltet, so dass er sich erstens nicht so verkleidet vorkam und sie zweitens auch danach noch anziehen konnte. Denn das wiederum mochte er sehr. Das grüne Shirt ist das Schul-T-Shirt der Grundschule, darunter das Shirt eines sehr berühmten Animationsfilmes und ein Mitbringsel von Papas erster Dienstreise zu den Cowboys *ggg*. Auch einige hübsche Labels der Shirts habe ich eingearbeitet.

Damit die einzelnen Shirts erstens besser zur Geltung kommen und zweitens die Vorderseite nicht nur aus labberigem Jersey besteht, habe ich jedes "Bild" mit Baumwolle gerahmt. Dafür habe ich einen Vorhang blau gefärbt, denn so große Mengen hatte ich von keinem Stoff da. Für die 7 Meter Binding musste es ja auch noch reichen.

Die Rückseite besteht aus einer sehr kuscheligen dunkelblauen Microfleecedecke, wodurch sich das Füttern mit Vlies o.Ä. erübrigte. (Der Nachteil ist, dass die Decke nun mit der T-Shirt-Seite nach unten auf der Matratze liegt, weil die Rückseite ja so schön kuschelig ist :o )

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk und mein Großer war auch total begeistert!

Deshalb: Ab damit zum Creadienstag.

Samstag, 2. Juli 2016

Der Himmel über Hellerau

An einem der letzten Wochenenden hatte ich seit Langem mal wieder ganz viel Zeit für mich, denn meine Familie war in die unterschiedlichsten Richtungen ausgeflogen. Deshalb machte ich mich spontan zu einer großen Wanderung auf, die vom Dresdner Wander- und Bergsteigerverein organisiert wurde.

Los ging es in einem privaten Vorgarten eines Vereinsmitgliedes in Hellerau. Das erste Stück führte über sonnige Feldwege (Bild ganz oben), durch neu gebaute Siedlungen nahe des Flughafens, bis es schließlich in den Wald ging. Knifflig an der Streckenführung war, dass die Wanderzeichen ständig wechselten und man ziemlich auf der Hut sein musste, ob man gerade dem roten Punkt, dem grünen oder dem gelben Strich oder den extra angebrachten roten Pfeilen folgen soll. Die schlecht kopierte, sehr grobe Karte, die ich am Start mitbekommen hatte, half mir leider kein bisschen und meine eigene hatte ich in der Aufbruchshektik zu Hause vergessen. So war die Tour etwas abenteuerlich und erinnerte manchmal an einen Orientierungslauf.

Dafür war ich (weil ich als allerletzte gestartet bin) ganz alleine unterwegs und hatte den Wald, die Felder, die Blumen, das Vogelgezwitscher und vor allem dir Ruhe ganz für mich allein. Das fand ich wunderbar.

Ich genoss den intensiven Frühsommerduft der blühenden Hecken und des Waldes, der durch die täglichen heftigen Regenfälle besonders stark war.

Ab und zu hielt ich an, um mit meiner Kamera die schönsten Blumen am Wegesrand festzuhalten, wie diese Knäuelglockenblume hier.

Bei einem kurzen Schauer stellte ich mich unter einem Baum unter und genoss den Ausblick auf Feld und Himmel.

Unterwegs kam ich an Häuschen vorbei, bei denen mich das plötzliche Auftauchen von Hänsel und Gretel oder dem Rumpelstilzchen nicht gewundert hätte *lach*.

Verwunschene Gärten mit gewundenen Wegen, fast reifen Kirschen und üppigen Blüten gab es überall.

Aber auch ganz moderne und doch zum Wald passende Architektur entdeckte ich.

Und überall Rosen, Rosen, Rosen

Pilzige Farbtupfer auf braunem Waldboden

Das große Krabbeln

Wilde Wolken zogen über den blauen Himmel, während die Sonne schön wärmte.
 
Ein Haus zum Verlieben!

Der Rückweg führte über die Gartenstadt Hellerau, ein ganz besonderes architektonisches Ensemble.


Lieblingsstraßenschild :-)

Gegen Ende meiner Wanderung zogen die angekündigten dunklen Gewitterwolken auf, aber ich hatte Glück und stand bei einem Regenguss genau unter einem großen Baum und war beim zweiten bereits auf dem Heimweg. 

Witzige Straßenmarkierung - aber wofür???

Am Ende war ich zwar sehr müde und spürte jede Bewegung in meinen Beinen, aber der Stolz über die geschafften 15 km überwog!


Verlinkt bei In Heaven.

Freitag, 1. Juli 2016

Mein Juli


Und schon ist er da, der Sommer. Mitsamt Sonnenschein, Erdbeerorgien und Schulferien. Und sonst so?

Ich werde

* Berge und Wasser, Städte und Freunde sehen
* baden gehen
* viel Eis essen
* die französische Küche genießen
* Geburtstagskinder besuchen & beschenken
* eine große Geburtstagsparty geben
* viel arbeiten
* Bewerbungen schreiben
* meine aktuelle Klasse verabschieden
* mir etwas Ruhe gönnen
* Neues lernen
* sportlich unterwegs sein
* zum ersten Mal Rainald Grebe live erleben

Genießt den Sommer!!!

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...